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OBERTRAUN. Riesenglück im Unglück hatte ein Paragleiter mit seinem Tandempassagier beim Flug vom 2100 Meter hohen Krippenstein: Nach dem Start öffnete sich der Rettungsschirm. Glücklicherweise waren sie schon weit genug geflogen um sicher am Fuße der Krippenstein-Nordwand zu landen.

Am Weg wieder talwärts Foto: BRD Obertraun
Am Weg wieder talwärts Foto: BRD Obertraun

Der 41-jährige Tandempilot startete am Sonntag gegen 17 Uhr mit seinem 31-jährigen Bruder vom Hohen Krippenstein. Dieser ist wegen seiner großen Höhendifferenz vom Start zum Landeplatz von 1600 Höhenmetern und der Lage am Hallstättersee ein äußerst beliebtes Flugrevier für Paragleiter. Bei idealen Flugbedingungen starteten die Beiden vom Gipfel und streiften dabei Latschenkieferzweige. Dabei dürfte sich der Sicherungssplint, der ein ungewolltes Öffnen des Rettungsschirmes eigentlich verhindern soll, gelöst haben. Nach einer kurzen Flugphase, schon weit genug von schroffen Felswänden des Krippensteins entfernt, öffnete sich dann der Rettungsschirm. Der Hauptschirm brach nach vorne weg und das ganze Fluggerät wurde manövrierunfähig. Touristen, die den Vorfall beobachteten, alarmierten über den Alpinnotruf den Bergrettungsdienst.

Die Beiden konnten zwar unterhalb der gefährlichen Felswand, aber immer noch im unwegsamen Gelände oberhalb des Bergdorfes Krippenbrunn in 1750 Meter Seehöhe notlanden. Auch sie meldeten sich nach ihrer Bruchlandung beim Bergrettungsdienst und teilten mit, dass sie unverletzt seien und in Richtung Krippenbrunn absteigen würden. Mehrere Mann der Bergrettungsstelle Obertraun fuhren mit Quads die 11 Kilometer lange Skiabfahrt zunächst bis Krippenbrunn auf und gingen den Beiden entgegen. Anschließend fuhren sie die die Paragleiter bis zur Bergstation und organisierten gegen 19 Uhr die Abfahrt ins Tal.


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