KEM Mondseeland präsentiert Klimaschutz-Vorbildbetrieb „STS Fertigteile GmbH“

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Martina Ebner Martina Ebner, Tips Redaktion, 23.02.2020 12:31 Uhr

OBERWANG. Die Klima- und Energiemodellregion Mondseeland (KEM) ist eine von über 90 Modellregionen in ganz Österreich, die jeweils in ihrem Gebiet Energie- und Klimaschutzthematiken vorantreiben und in der Bevölkerung sichtbar machen. 

Die KEM Mondseeland gibt es nun bereits seit drei Jahren und wird von Managerin Stefanie Mayrhauser seit Mai des Vorjahres durch eine erneute dreijährige Umsetzungsphase bis 2022 geführt. Ihr ist es ein großes Anliegen, Vorreiter im Bereich Ökologiebewusstsein der Bevölkerung vorzustellen und diese stärker ans Tageslicht zu bringen, um einen notwendigen Wertewandel zu beschleunigen. Dieses Umdenken ist im Sinne des Klimaschutzes notwendig, denn aktuell überschreiten die Klimaschutzwerte den vorgeschriebenen der Regierung noch um ein Vielfaches.

Umweltrelevante Investitionen

Gerade in den vergangenen Monaten hat vor allem ein Betrieb auf sich aufmerksam gemacht, welcher sich vor 18 Jahren in Oberwang, der jüngsten KEM-Mitgliedsgemeinde, niedergelassen hat und sich seither auf die Produktion von Treppen, Stahlbeton und Sonderteile aus Beton konzentriert. STS Fertigteile setzt schon seit vielen Jahren auf ein gutes Arbeitsklima und die laufende Modernisierung seiner Arbeitsplätze. Im persönlichen Gespräch mit Johann Staudinger, Firmenchef der „STS Fertigteile GmbH“ wird eines deutlich – nicht nur der wirtschaftliche Faktor, sondern vor allem auch die Notwendigkeit aufgrund der Klimakrise veranlassten Staudinger zu seinen zahlreichen, bisher getätigten umweltrelevanten Investitionen. 

Vorzeigeprojekt

Erstaunlich ist, dass Maßnahmen wie die Anschaffung einer eigenen Biomasseheizung, die Umstellung auf LED-Beleuchtung oder der sukzessive Wechsel hin zu einem elektrifizierten Fuhrpark bereits 2006, also außergewöhnlich früh, gestartet wurden. Und das ist noch längst nicht alles - STS Fertigteile ließ Ende August 2019 die bis dato größte PV-Anlage in Oberösterreich auf einem Betrieb installieren. Mit 10.000 Quadratmeter Anlagenfläche produziert diese rund 1,4 GWh Strom jährlich, womit sich der Betrieb 75 Prozent des Eigenbedarfs sichert und 350 Tonnen CO2 einspart. Finanziert und errichtet wurde das Vorzeigeprojekt von der Exkulsivreal 4you GmbH, betrieben wird die Anlage von „Mein Kraftwerk PV GmbH“, welche österreichweit bereits ca. 30 GWh Strom/Jahr produziert. Dabei mietet das Unternehmen die Dachfläche, welche sich aufgrund der besonnten Lage, Größe und Beschaffenheit bestens eignet, für 25 Jahre. Diese Maßnahme zieht neben dem Umweltaspekt auch positive Nebeneffekte mit sich: STS bezieht um rund 10 Prozent günstigeren Strom, der sauber erzeugt wird, erhält Miete für das Dach und trägt keinerlei wirtschaftliches Risiko.

Hohe Messlatte

Staudinger erzählt auch von der Elektrifizierung in seinem Unternehmen. Sein Sohn Martin, welcher das am selben Standort ansässige und auf Betondruck spezialisierte Unternehmen „uniQum GmbH“ führt, tritt in die Fußstapfen seines Vaters. Fast alle Anlagen auf dem Firmengelände sowie Stapler und Transportplattformen werden elektrisch betrieben, sieben E-Autos und sechs E-Ladestationen stehen den Mitarbeitern zur Verfügung, genauso wie zehn E-Bikes für deren Arbeitsweg. Auch drei E-Busse werden für den Transport der Mitarbeiter verwendet.

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