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ATHEN. Die Abstimmung im griechischen Parlament über die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe sorgte weltweit für Aufsehen. Das Ergebnis war eindeutig: 176 Ja-Stimmen zu 76 Nein-Stimmen, damit wird Griechenland das erste orthodoxe Land, das die Ehe zwischen Personen gleichen Geschlechts legalisiert.

Symbolbild: Roman Sigaev/stock.adobe.com
Symbolbild: Roman Sigaev/stock.adobe.com

Der Weg zur Legalisierung war nicht einfach. Anhänger der Kirche protestierten in Athen gegen die Entscheidung. Der Erzbischof Ieronymos äußerte sich besorgt, dass die Maßnahme die soziale Zusammengehörigkeit des Landes beeinträchtigen würde.

Adoptionsrecht und volle elterliche Rechte

Das Gesetzesvorhaben erlaubt nicht nur gleichgeschlechtlichen Paaren die standesamtliche Eheschließung, sondern gewährt ihnen auch das Recht zur Adoption von Kindern. Dennoch bleibt die Leihmutterschaft für homosexuelle Paare in Griechenland untersagt. Diese Beschränkung führte zu kontroversen Diskussionen und Kritik von Menschenrechtsgruppen.

Griechenland ist Vorreiter in Südosteuropa

Die Entscheidung Griechenlands, die gleichgeschlechtliche Ehe zu legalisieren, fand breite Berichterstattung in internationalen Medien. Griechenland ist nun das erste mehrheitlich orthodoxe Land in Südosteuropa, in dem gleichgeschlechtliche Paare standesamtlich heiraten dürfen. Die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe in einem mehrheitlich orthodoxen Land ist ein bedeutender Schritt für die LGBTQI+ Rechte und die Anerkennung von Vielfalt in der Region.

Keine Bürger zweiter Klasse in Griechenland

Die Entscheidung für die Ehe für alle ist ein gesellschaftlicher Meilenstein und zeigt Griechenlands Engagement für europäische Werte. Der Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis bezeichnete es als wichtigen Schritt für die Menschenrechte. Er betonte, dass es ihm wichtig ist, dass in Griechenland niemand das Gefühl hat, ein Bürger zweiter Klasse zu sein. Für ihn ist der Beschluss deshalb der Ausdruck für demokratische Werte und ein Moment der Freude.


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