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Anschlag in Niederösterreich: Mann (32) fährt mit LKW in Kirche

Tips Logo Verena Beneder, LL.B., 08.07.2024 21:17

BRUNN AM GEBIRGE. Am Montagabend, 8. Juli ereignete sich in der niederösterreichischen Gemeinde Brunn am Gebirge ein schockierender Vorfall: Ein 32-jähriger Mann steuerte einen zwölf Tonnen schweren Lastwagen absichtlich in eine Kirche. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine vorsätzliche Tat handelt, die vermutlich religiös motiviert war.

Symbolbild: alphaspirit/stock.adobe.com
Symbolbild: alphaspirit/stock.adobe.com

Der Angriff fand um 17 Uhr in der rumänischen Pfingstkirche Elim statt. Der Täter, ein Rumäne, raste mit seinem Lastwagen gezielt in das Kirchengebäude, wobei erheblicher Sachschaden entstand. Glücklicherweise gab es bei dem Vorfall keine Todesopfer, jedoch erlitt eine Frau einen Schock und musste vom Kriseninterventionsteam betreut werden. Ersten Informationen zufolge hatte der Täter zuvor bereits mehrere Unfälle verursacht. Auf seiner Fahrt von Wien zog er eine Spur der Verwüstung nach sich und touchierte mehrere Fahrzeuge. Bei seiner Ankunft in Brunn am Gebirge bog er ungebremst in die Gasse ein und rammte die Kirche. Das Gebäude ist stark beschädigt und gilt als einsturzgefährdet.

Motiv und Hintergründe

Die Polizei geht davon aus, dass der Angriff religiös motiviert war. Medienberichten zufolge gab der Mann an, dass die rumänische Kirche sein Leben zerstört habe und er deshalb diese Tat verübt habe. Bereits vor einigen Wochen soll der Mann in der betroffenen Kirche Unruhe gestiftet und eine Bibel zerrissen haben. Diese Erklärung wirft viele Fragen auf und führt zu intensiven Ermittlungen seitens der Polizei, um die genauen Beweggründe und Hintergründe der Tat zu ermitteln.

Ermittlungen und Sicherheitsmaßnahmen

Der 32-jährige Rumäne wurde noch am Montagabend von der Polizei festgenommen und einvernommen. Die Behörden untersuchen derzeit, ob er alleine handelte oder ob es möglicherweise Mitwisser oder Helfer gab. Zudem wird geprüft, ob der Täter in der Vergangenheit bereits in ähnliche Vorfälle verwickelt war und ob er bei seiner Tat unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand. Experten werden den Zustand des stark beschädigten Kirchengebäudes in den kommenden Tagen genau untersuchen und entscheiden, ob es abgerissen oder saniert werden muss. In der Zwischenzeit wurden Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass sich Personen dem gefährdeten Bereich nähern. Trotz des erheblichen Sachschadens und der traumatischen Erlebnisse für die betroffene Frau ist es ein Glück, dass keine Personen verletzt wurden. Die Polizei arbeitet mit Hochdruck daran, die genauen Hintergründe der Tat aufzuklären.


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