Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

TIROL. Die traditionelle Heumilchwirtschaft im Zillertal wurde von der FAO als landwirtschaftliches Kulturerbe anerkannt. Diese nachhaltige Form der Milchproduktion bewahrt nicht nur das Landschaftsbild, sondern sorgt auch für hochwertige Produkte mit einzigartigem Geschmack.

Heuarbeit auf dem Feld (Foto: Erlebnissennerei Zillertal)
  1 / 2   Heuarbeit auf dem Feld (Foto: Erlebnissennerei Zillertal)

In den Alpen des Zillertals wird eine jahrhundertealte Tradition gepflegt, die nun weltweit Anerkennung findet: Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat die traditionelle Heumilchwirtschaft im österreichischen Alpenbogen als landwirtschaftliches Kulturerbe von globaler Bedeutung anerkannt. Damit steckt in jedem Heumilch-Produkt der Erlebnissennerei Zillertal ein Stück Weltkulturerbe.

Ein Erbe der Natur

„Unsere Bergbauern arbeiten noch heute so, wie es sich die Natur einmal ausgedacht hat“, erklärt Christian Kröll, der gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich Kröll das Unternehmen in dritter Generation führt. Die Heumilchwirtschaft ist die ursprünglichste Form der Milchwirtschaft und eine der nachhaltigsten: Die Kühe ernähren sich ausschließlich von frischem Gras im Sommer und getrocknetem Heu im Winter – Silofutter ist tabu. Dieses natürliche Fütterungskonzept beeinflusst nicht nur die Qualität der Milch positiv, sondern erhält auch die Artenvielfalt der Almwiesen.

Natur pur – für Mensch und Umwelt

Die saftigen Almwiesen mit über 1.000 verschiedenen Blumen, Kräutern und Gräsern sind mehr als ein idyllisches Postkartenmotiv. Sie bieten wertvolle Nahrung für die Heumilchkühe und unzählige Insektenarten. Honigbienen und Schmetterlinge finden hier einen geschützten Lebensraum und tragen mit ihrer Bestäubungsarbeit zum Erhalt einer reichen Pflanzenwelt bei. Diese natürlichen Kreisläufe zu bewahren, ist essenziell für die ökologische Balance der Region.

Nachhaltigkeit mit Weitblick

Die Heumilchwirtschaft ist nicht nur ein Garant für beste Qualität, sondern auch ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz. Durch die schonende Bewirtschaftung der Höhenlagen wird das Landschaftsbild erhalten, die Erosion minimiert und Umweltkatastrophen wie Lawinen oder Murenabgänge werden verhindert. Gleichzeitig sorgt diese Form der Landwirtschaft dafür, dass der Tourismus in seiner bekannten Form weiterbestehen kann. Denn wer würde sich die Zillertaler Alpen ohne ihre charakteristischen grünen Weiden vorstellen?

Ein kulinarischer Schatz mit Geschichte

Durch die Anerkennung der FAO erfährt die Heumilchwirtschaft nun auch die Wertschätzung, die sie verdient. Produkte aus Heumilch überzeugen nicht nur durch ihren unvergleichlichen Geschmack, sondern auch durch ihre tief verwurzelte Nachhaltigkeit. Jeder Schluck Heumilch und jeder Bissen eines Heumilchkäses erzählt eine Geschichte – von Natur, Tradition und der engen Verbundenheit zwischen Mensch und Umwelt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Ohne Felller: Das ist das ÖSV-Aufgebot für den Saisonauftakt in Sölden 2026

Ohne Felller: Das ist das ÖSV-Aufgebot für den Saisonauftakt in Sölden 2026

SÖLDEN. Der ÖSV hat seine Starter für den Weltcup-Auftakt in Sölden nominiert. Jakob Eisner feiert in Sölden sein Weltcup-Debüt, Nina Astner ...

Tips - total regionalManuel Tonezzer
Vor Bayern-Kracher: RB Leipzig gibt Baumgartner-Update

Vor Bayern-Kracher: RB Leipzig gibt Baumgartner-Update

LEIPZIG. Am kommenden Samstag kommt es in der Deutschen Bundesliga zum Topspiel zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig. Einen Tag vor der Partie ...

Tips - total regionalManuel Tonezzer
Helene Fischer veröffentlicht neue Single „Warum“

Helene Fischer veröffentlicht neue Single „Warum“

DEUTSCHLAND. Helene Fischer meldet sich mit neuer Musik zurück. Nach dem Erfolg ihrer Singles „Heute Nacht“ und „An meiner Seite“ erscheint ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Keine Schaltsekunden mehr: Weltzeit wird umgestellt

Keine Schaltsekunden mehr: Weltzeit wird umgestellt

WELT. Die Generalkonferenz für Maß und Gewicht hat beschlossen, die Schaltsekunde zum 20. Mai 2027 abzuschaffen. Künftig soll erst eine Abweichung ...

Tips - total regionalNiklas Killinger
Neues Werk eröffnet: TSA will in Niederösterreich 100 Jobs schaffen

Neues Werk eröffnet: TSA will in Niederösterreich 100 Jobs schaffen

NIEDERÖSTERREICH. Traktionssysteme Austria hat in Wiener Neudorf ein neues Stanzzentrum eröffnet. Mit der Investition von 9,5 Millionen Euro ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Winterreifenpflicht ab 1. November: Das müssen Autofahrer wissen

Winterreifenpflicht ab 1. November: Das müssen Autofahrer wissen

ÖSTERREICH. Ab 1. November gilt in Österreich wieder die situative Winterausrüstungspflicht. Der ÖAMTC rät, rechtzeitig die Reifen zu wechseln. ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Weitere Beiträge