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ISTANBUL. In Istanbul wächst die Sorge vor einem schweren Erdbeben, das in den kommenden Jahren die Millionenmetropole erschüttern könnte. Wissenschaftler warnen seit langem vor der Gefahr, da die Stadt nahe der Nordanatolischen Verwerfung liegt, einer der aktivsten Erdbebenzonen der Welt.

Symbolbild: Hakan Tanak/stock.adobe.com
Symbolbild: Hakan Tanak/stock.adobe.com

Vor einem schweren Erdbeben in Istanbul warnen insbesondere Seismologen, Geologen und Katastrophenschutzexperten. Auch Regierungsvertreter wie der türkische Umweltminister sowie Wissenschaftler nationaler und internationaler Forschungsinstitute betonen die Gefahr. Universitäten und Fachorganisationen analysieren regelmäßig die seismische Aktivität der Region und geben Risikoprognosen heraus. Prognosen zufolge könnte ein starkes Beben zahlreiche Gebäude zerstören und das Leben von Millionen Menschen gefährden.

Hohe Risiken für die Stadt

Berichten zufolge gilt ein Großteil der Gebäude in Istanbul als nicht erdbebensicher. Besonders betroffen sind ältere Wohnhäuser, die den modernen Bauvorschriften nicht entsprechen. Viele Experten befürchten, dass mehrere Hunderttausend Wohnungen bei einem starken Beben einstürzen könnten. Dies würde nicht nur eine humanitäre Katastrophe auslösen, sondern auch massive wirtschaftliche Schäden verursachen.

Maßnahmen zur Vorbereitung

Die Regierung setzt auf städtische Transformationsprojekte, um gefährdete Gebäude durch erdbebensichere Neubauten zu ersetzen. Private Bauunternehmen spielen dabei eine zentrale Rolle. Der Staat bietet dazu finanzielle Unterstützung an, etwa durch günstige Kredite oder Mietzuschüsse während der Bauzeit. Trotz dieser Bemühungen schreitet die Erneuerung nur langsam voran, da viele Familien sich einen Umzug oder Neubau nicht leisten können.

Ungewisse Zukunft

Die Diskussion über die Erdbebenvorsorge wird in der Türkei immer wieder politisch aufgeladen. Kritiker werfen der Regierung vor, jahrelang nicht ausreichend unternommen zu haben, um Istanbul besser auf ein Beben vorzubereiten. Auch frühere Baupolitiken, die unsichere Gebäude legalisierten, werden als folgenschwerer Fehler bezeichnet.


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