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Weihnachtswunder in Kärnten: Fünf Hirsche finden auf Gut Aiderbichl ein neues Zuhause

Tips Logo Thomas Leitner, 29.12.2025 18:21

KÄRTNEN. Damhirsch Bruno und vier Artgenossen entgehen in Kärnten dem Tod. Kurz vor Weihnachten öffnet Gut Aiderbichl seine Tore – und schenkt den Tieren eine neue Zukunft.

  1 / 2   Die sedierten Hirsche werden vorsichtig von Gut Aiderbichl Mitarbeitern geborgen (Foto: Wolfgang Handler)

Es ist eine Rettungsgeschichte, die selbst erfahrene Tierschützer berührt. In Kärnten haben fünf Damhirsche rund um Weihnachten ein neues, sicheres Zuhause gefunden. Auf Gut Aiderbichl durften sie schließlich einziehen – und entkamen damit einem Schicksal, das für viele ihrer Artgenossen tödlich endet.

Im Sommer waren sechs von sieben Damhirschen aus einem Gehege im Raum Maiernigg entkommen. Die Tiere streiften entlang der Sattnitz und durch das Siedlungsgebiet rund um den Abfluss des Wörthersee. Freilaufendes Wild wurde rasch zur Gefahr für den Straßenverkehr. Zwei Hirsche mussten aus Sicherheitsgründen bereits erlegt werden.

Tierfreunde kämpfen um Brunos Leben

Dass Damhirsch Bruno und vier weitere Tiere überlebten, ist dem Einsatz engagierter Tierfreunde zu verdanken. Bruno war über Wochen in der Nachbarschaft unterwegs und wurde zunehmend zutraulich. Im Herbst konnten er und drei Artgenossen vorübergehend wieder in ihr Gehege gebracht werden. Doch die Hoffnung währte nur kurz: Die Anlage sollte aufgelöst werden, eine Zukunft für die Tiere gab es dort nicht mehr.

Tierschützerin Irina Lino sowie der Jagdleiter der Jagdgesellschaft Klagenfurt-Viktring suchten fieberhaft nach Alternativen. Ohne ihren Einsatz hätte es für die Hirsche kaum eine Rettung gegeben.

Dramatischer Einsatz vor Weihnachten

Kurz vor Weihnachten kam die entscheidende Zusage: Gut Aiderbichl Kärnten nahm alle fünf verbliebenen Damhirsche auf. Die Rettung gestaltete sich jedoch schwierig. In steilem Gelände mussten die Tiere behutsam sediert werden, ein Tierarzt war ständig vor Ort. Stundenlang kämpfte das Team gegen Erschöpfung und schwierige Bedingungen.

Als schließlich alle Tiere sicher verladen waren, wich die Anspannung großer Erleichterung. Für Irina Lino ist klar: Diese Rettung ist ein Weihnachtswunder. Bruno und seine vier Artgenossen dürfen nun in Micheldorf bleiben – fernab von Straßen, Gefahren und Abschussbefehlen.


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