Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

PERU. Ein tödlicher Zugcrash nahe Machu Picchu hat die wichtigste Touristenstrecke Perus erschüttert. Ein Mensch starb, Dutzende Passagiere wurden verletzt, die Ursache ist noch unklar.

Tausende Touristen fahren jährlich mit dem Cusco Train (Foto: Emiliano/adobe.stock)
Tausende Touristen fahren jährlich mit dem Cusco Train (Foto: Emiliano/adobe.stock)

Auf der einzigen Schienenverbindung zum UNESCO-Weltkulturerbe Machu Picchu kollidierten zwei Personenzüge frontal, dabei kam ein Lokführer ums Leben und mindestens 40 Menschen wurden verletzt. Viele Passagiere, darunter auch ausländische Touristinnen und Touristen, müssen medizinisch versorgt werden. Die Bahnstrecke zwischen Ollantaytambo und Aguas Calientes wurde nach dem Unglück sofort gesperrt, Rettungskräfte kämpfen unter schwer zugänglichen Bedingungen um jede Sekunde.

Anden-Idylle wird zur Katastrophen-Szenerie

Die Panoramaroute, sonst voller staunender Reisender auf dem Weg zu den legendären Inkaruinen, endete plötzlich in Chaos und Zerstörung. Gegen 13:20 Uhr prallten ein Zug von PeruRail und ein weiterer von Inca Rail auf derselben eingleisigen Trasse bei Qoriwayrachina aufeinander, einem Abschnitt inmitten dicht bewachsener Berge und steiler Felswände. Videosequenzen zeigen entgleiste Wagen, zerborstene Fenster und Verletztengruppen entlang der Schienen. Beamte der Nationalpolizei und Sanitäter mussten die Unfallstelle mühsam zu Fuß erreichen, da kein direkter Straßenanschluss vorhanden ist.

Der tödlich verletzte Lokführer wurde später von den Behörden als Mitarbeiter von Inca Rail identifiziert. Die genaue Zahl der Schwerverletzten variiert in ersten Berichten, mindestens 20 Personen sollen in kritischem Zustand sein. Unter den Betroffenen befinden sich laut US-Botschaft auch Bürger der Vereinigten Staaten, weitere Nationalitäten sind noch nicht offiziell bestätigt. Die Identifikation der Verletzten läuft derzeit in Krankenhäusern der Region Cusco.

Herausforderung für Rettungskräfte und Touristenzugverkehr

Die Bergwelt, die sonst als atemberaubende Kulisse dient, erschwert den Rettungseinsatz erheblich. Mehrere Krankenwagen und medizinisches Fachpersonal wurden zu Fuß in das unwegsame Gelände gebracht, während Evakuierungen koordiniert werden. Die Betreiber der Strecken, PeruRail und Inca Rail, haben den Zugverkehr eingestellt und interne Untersuchungen zur Unglücksursache eingeleitet. Auch das nationale Überwachungsorgan INDECOPI erklärte, eine offizielle Prüfung der Vorfälle aufzunehmen.

Machu Picchu gilt als einer der meistbesuchten Orte Südamerikas mit rund 1,5 Millionen Besuchern pro Jahr. Die Bahnverbindung ist für viele der bequemste Weg zu den Ruinen hoch über dem Urubamba-Tal. Inmitten der Hochsaison-Reisezeit hat der Unfall nicht nur menschliche Tragödien ausgelöst, sondern auch massive Auswirkungen auf den laufenden Tourismusbetrieb. Passagiere bleiben gestrandet, Hotels und Reiseveranstalter sehen sich mit plötzlichen Stornierungen und Umschichtungen konfrontiert.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Neuer Speicherteich in Kitzbühel wird 2027 zum kostenlosen Badeplatz

Neuer Speicherteich in Kitzbühel wird 2027 zum kostenlosen Badeplatz

KITZBÜHEL. KitzSki hat auf der Ehrenbachhöhe einen neuen Speicherteich um rund 16 Millionen Euro in Betrieb genommen. Er soll die Beschneiung ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Wandern im Herbst: Das gehört in die Rucksackapotheke

Wandern im Herbst: Das gehört in die Rucksackapotheke

ÖSTERREICH. Blasen oder kleine Verletzungen können eine Wanderung schnell vermiesen. Ein Apotheker und Bergführer erklärt, welche Erste-Hilfe-Ausrüstung ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Österreichs Kulturerbe wächst: Diese sechs Traditionen sind neu

Österreichs Kulturerbe wächst: Diese sechs Traditionen sind neu

ÖSTERREICH. Das Kulturerbe-Verzeichnis in Österreich wächst auf 188 Einträge. Neu dabei sind unter anderem das Jodeln, die Wiener Wurstelpraterkultur ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Dieses alte Bahnareal wird Wiens größtes Renaturierungsgebiet

Dieses alte Bahnareal wird Wiens größtes Renaturierungsgebiet

WIEN. Auf rund 90 Hektar soll in Wien-Breitenlee wertvoller Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen gesichert werden. Dafür werden auch ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Ohne Felller: Das ist das ÖSV-Aufgebot für den Saisonauftakt in Sölden 2026

Ohne Felller: Das ist das ÖSV-Aufgebot für den Saisonauftakt in Sölden 2026

SÖLDEN. Der ÖSV hat seine Starter für den Weltcup-Auftakt in Sölden nominiert. Jakob Eisner feiert in Sölden sein Weltcup-Debüt, Nina Astner ...

Tips - total regionalManuel Tonezzer
Vor Bayern-Kracher: RB Leipzig gibt Baumgartner-Update

Vor Bayern-Kracher: RB Leipzig gibt Baumgartner-Update

LEIPZIG. Am kommenden Samstag kommt es in der Deutschen Bundesliga zum Topspiel zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig. Einen Tag vor der Partie ...

Tips - total regionalManuel Tonezzer
Weitere Beiträge