Horror-Zugcrash bei Machu Picchu: Ein Toter und viele Verletzte
PERU. Ein tödlicher Zugcrash nahe Machu Picchu hat die wichtigste Touristenstrecke Perus erschüttert. Ein Mensch starb, Dutzende Passagiere wurden verletzt, die Ursache ist noch unklar.
Auf der einzigen Schienenverbindung zum UNESCO-Weltkulturerbe Machu Picchu kollidierten zwei Personenzüge frontal, dabei kam ein Lokführer ums Leben und mindestens 40 Menschen wurden verletzt. Viele Passagiere, darunter auch ausländische Touristinnen und Touristen, müssen medizinisch versorgt werden. Die Bahnstrecke zwischen Ollantaytambo und Aguas Calientes wurde nach dem Unglück sofort gesperrt, Rettungskräfte kämpfen unter schwer zugänglichen Bedingungen um jede Sekunde.
Anden-Idylle wird zur Katastrophen-Szenerie
Die Panoramaroute, sonst voller staunender Reisender auf dem Weg zu den legendären Inkaruinen, endete plötzlich in Chaos und Zerstörung. Gegen 13:20 Uhr prallten ein Zug von PeruRail und ein weiterer von Inca Rail auf derselben eingleisigen Trasse bei Qoriwayrachina aufeinander, einem Abschnitt inmitten dicht bewachsener Berge und steiler Felswände. Videosequenzen zeigen entgleiste Wagen, zerborstene Fenster und Verletztengruppen entlang der Schienen. Beamte der Nationalpolizei und Sanitäter mussten die Unfallstelle mühsam zu Fuß erreichen, da kein direkter Straßenanschluss vorhanden ist.
Der tödlich verletzte Lokführer wurde später von den Behörden als Mitarbeiter von Inca Rail identifiziert. Die genaue Zahl der Schwerverletzten variiert in ersten Berichten, mindestens 20 Personen sollen in kritischem Zustand sein. Unter den Betroffenen befinden sich laut US-Botschaft auch Bürger der Vereinigten Staaten, weitere Nationalitäten sind noch nicht offiziell bestätigt. Die Identifikation der Verletzten läuft derzeit in Krankenhäusern der Region Cusco.
Herausforderung für Rettungskräfte und Touristenzugverkehr
Die Bergwelt, die sonst als atemberaubende Kulisse dient, erschwert den Rettungseinsatz erheblich. Mehrere Krankenwagen und medizinisches Fachpersonal wurden zu Fuß in das unwegsame Gelände gebracht, während Evakuierungen koordiniert werden. Die Betreiber der Strecken, PeruRail und Inca Rail, haben den Zugverkehr eingestellt und interne Untersuchungen zur Unglücksursache eingeleitet. Auch das nationale Überwachungsorgan INDECOPI erklärte, eine offizielle Prüfung der Vorfälle aufzunehmen.
Machu Picchu gilt als einer der meistbesuchten Orte Südamerikas mit rund 1,5 Millionen Besuchern pro Jahr. Die Bahnverbindung ist für viele der bequemste Weg zu den Ruinen hoch über dem Urubamba-Tal. Inmitten der Hochsaison-Reisezeit hat der Unfall nicht nur menschliche Tragödien ausgelöst, sondern auch massive Auswirkungen auf den laufenden Tourismusbetrieb. Passagiere bleiben gestrandet, Hotels und Reiseveranstalter sehen sich mit plötzlichen Stornierungen und Umschichtungen konfrontiert.
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