Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Frischer Wind im Wiener Musikverein: Warum das Neujahrskonzert 2026 Geschichte schreibt

Tips Logo Thomas Leitner, 31.12.2025 15:06

WIEN. Zum ersten Mal übernimmt der kanadische Maestro Yannick Nézet-Séguin das Pult im Goldenen Saal. Mit Raritäten und weiblichen Komponistinnen setzt er 2026 neue Impulse für Millionen Zuschauer.

Die Wiener Philharmoniker unter Yannick Nézet-Séguin während der Voraufführung des Neujahrskonzerts 2026 im Großen Saal des Wiener Musikvereins. (Foto: Dieter Nagl für die Wiener Philharmoniker)

Das Neujahrskonzert 2026 wartet mit einem ungewöhnlich abwechslungsreichen Programm auf: Neben vertrauten Werken der Strauss-Dynastie enthält es fünf Stücke, die noch nie bei diesem Kult-Konzert gespielt wurden – ein Novum, das die Klassikwelt in Atem hält. Darunter sind Raritäten wie Carl Michael Ziehrers Walzer „Donausagen“, die bislang auf dem Programmzettel fehlten. Damit setzt das Ensemble ein Zeichen für musikalische Vielfalt.

Besonders bemerkenswert ist die Integration von Werken von Komponistinnen, darunter Josephine Weinlich und die afroamerikanische Komponistin Florence Price. Deren „Rainbow Waltz“ bringt ein neues, frisches Klangbild in den sonst starren Strauss-Kosmos – ein Schritt, der bei Kritikern und Liebhabern gleichermaßen für Gesprächsstoff sorgt.

Ein Dirigent mit Geschichte

Yannick Nézet-Séguin, 50, dirigiert nicht nur mit Präzision, sondern bringt eine tiefe persönliche Geschichte mit. Seine Beziehung zu den Wiener Philharmonikern festigte sich nach einem gefeierten Einspringer-Konzert 2022. Für den Maestro ist dies die Erfüllung seines größten Kindheitstraums. In Wien erwartet ihn ein Publikum, das die Tradition inbrünstig feiert, aber auch bereit für seine moderne Handschrift ist.

Tickets für das Spektakel sind wie jedes Jahr heiß begehrt. Sie werden ausschließlich über ein Losverfahren auf der offiziellen Website vergeben, da die Nachfrage das Angebot um ein Vielfaches übersteigt.

Weltweite Strahlkraft und Kulturerbe

Das Neujahrskonzert ist längst mehr als ein musikalischer Termin – es ist ein globales Kulturerbe. In über 150 Ländern verfolgen Menschen den Jahreswechsel mit beschwingter Heiterkeit und klassischer Eleganz. Es ist diese einzigartige Mischung aus Wiener Tradition und internationaler Strahlkraft, die den Musikverein jedes Jahr aufs Neue in einen Ort von zahlreichen Begegnungen verwandelt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden