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Flammeninferno zum Jahresstart: Waldbrand im Skigebiet Ankogel fordert Einsatz in extremer Höhe

Tips Logo Thomas Leitner, 01.01.2026 09:24

KÄRNTEN. Ein dramatischer Start ins neue Jahr. Hoch über dem Tal bricht im Skigebiet Ankogel ein Waldbrand aus. Starker Wind, steiles Gelände und eisige Bedingungen machen den Einsatz lebensgefährlich.  

Waldbrand am Ankogel (FF Obervellach)
Waldbrand am Ankogel (FF Obervellach)

Kurz nach Mitternacht, nur Minuten nach dem Jahreswechsel, wurden die Einsatzkräfte zu einem Waldbrand im Skigebiet Ankogel alarmiert. Südöstlich der Mittelstation brach auf rund 1.600 Metern Seehöhe ein Feuer aus, das sich durch starken Wind rasch ausbreitete. Die Flammen loderten in einem steilen Graben, umgeben von felsigem, kaum zugänglichem Gelände.

Brandherd nur zu Fuß erreichbar

Der Einsatz stellte die Feuerwehr vor enorme Herausforderungen. Mit Löschfahrzeugen war der Brandherd nicht erreichbar. Mensch und Material wurden zunächst mit der Seilbahn zur Mittelstation transportiert. Von dort aus mussten die Einsatzkräfte den Weg zu Fuß fortsetzen – durch steiles, rutschiges Gelände, bei winterlichen Bedingungen und völliger Dunkelheit.

Um das Feuer überhaupt bekämpfen zu können, wurde in weiterer Folge eine rund 200 Meter lange Löschleitung von einer Hütte bis zur Grabenkante verlegt. Ziel war es, den Brand von oben einzudämmen und ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Jeder Handgriff erfolgte unter höchster Anspannung.

Kampf gegen die Flammen unter Lebensgefahr

Zusätzlich wurden Feuerwehrleute mithilfe der Bergrettung Mallnitz zur Einsatzstelle abgeseilt. Insgesamt standen rund 60 Feuerwehrkräfte sowie 15 freiwillige Helfer der Bergrettung im Einsatz. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund des Windes und der Lage äußerst schwierig.

Mit dem ersten Tageslicht soll auch der Polizeihubschrauber „Libelle“ die Brandbekämpfung aus der Luft unterstützen. Die Ursache des Waldbrandes ist derzeit noch unklar, entsprechende Ermittlungen wurden aufgenommen.


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