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Drama im Steinernen Meer: Alpinist stürzt beim Breithorn tödlich ab

Tips Logo Thomas Leitner, 01.01.2026 09:32

SALZBURG. Tödlicher Alpinunfall zum Jahresende. Ein 49-jähriger Tscheche stürzte bei einer Tour auf das Breithorn im Steinernen Meer ab. Eine nächtliche Suchaktion endete tragisch.

Nächtlicher Bergrettungseinsatz in Salzburg (Foto: Bergrettung Saalfelden)
Nächtlicher Bergrettungseinsatz in Salzburg (Foto: Bergrettung Saalfelden)

Ein dramatischer Bergunfall hat sich am 31. Dezember im Bereich des Breithorn ereignet. Ein 49-jähriger tschechischer Staatsangehöriger war von Saalfelden aus zu einer Wanderung auf den 2.504 Meter hohen Gipfel aufgebrochen. Als der Mann am Abend nicht nach Hause zurückkehrte und telefonisch nicht mehr erreichbar war, schlug seine Ehefrau Alarm und setzte die Rettungskette in Gang.

Nächtliche Suche im schwierigen Gelände

Die Bergrettungsortsstelle Bergrettung Saalfelden wurde gegen 18.05 Uhr alarmiert. Insgesamt 16 Bergretter rückten ins Steinerne Meer aus. Ein Teil der Einsatzkräfte stieg in völliger Dunkelheit zu Fuß auf, zwei Bergretter suchten das Gebiet gemeinsam mit dem Polizeihubschrauber aus der Luft ab. Die letzte Handyverbindung bestand laut Angaben der Ehefrau um 11.16 Uhr.

Rund 110 Meter in die Tiefe gestürzt

Mithilfe einer Handyortung konnte der Suchbereich eingegrenzt werden. Bergretter entdeckten schließlich Schuhspuren im Schnee, die direkt zur Absturzstelle führten. Gegen 20.30 Uhr wurde der Vermisste auf rund 1.658 Meter Seehöhe, etwa 100 Meter unterhalb eines Steiges, leblos aufgefunden. Der Mann war rund 110 Meter in Falllinie in unwegsames, felsdurchsetztes Gelände abgestürzt. Einsatzkräfte seilten sich zu dem Verunglückten ab, jede Hilfe kam zu spät.

Unterstützt wurde der Einsatz von der Flugpolizei, der Alpinpolizei, dem Rettungshubschrauber Martin 1 sowie der Bezirkshauptmannschaft Zell am See. Gegen 22.40 Uhr wurde der nächtliche Sucheinsatz beendet. Die Bergung des Verstorbenen erfolgt am Neujahrstag per Tau aus einem Polizeihubschrauber.

Trotz vergleichsweise geringer Schneemengen herrschten am Berg tückische Bedingungen. Der Steig war leicht verschneit, darunter verbargen sich vereiste Passagen. Die Bergretter waren selbst mit Steigeisen unterwegs. Der Mann galt als erfahrener Alpinist – dennoch endete die Tour tragisch.


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