Verirrt auf der Saualm: Zwei Jugendliche geraten in Kärnten in Not – Rettungseinsatz in letzter Minute
KÄRNTEN. Ein Winterausflug wurde auf der Saualm zum Ernstfall: Zwei 17-Jährige verirrten sich bei Dunkelheit im Schnee. Ein Notruf und ein Großeinsatz verhinderten Schlimmeres.
Was als winterliche Wanderung begann, endete am Samstag auf der Saualm in Kärnten beinahe dramatisch. Zwei 17-jährige Burschen aus dem Bezirk Wolfsberg machten sich am frühen Nachmittag zu Fuß von der Gießlhütte aus auf den Weg Richtung Ladinger Spitz. Doch die Bedingungen im hochgelegenen Gelände erwiesen sich rasch als tückischer als erwartet.
Die tiefen Schneeverhältnisse bremsten das Vorankommen erheblich. Mit jeder Minute wurde klarer, dass die geplante Route mehr Zeit in Anspruch nehmen würde. Als schließlich die Dämmerung einsetzte, verloren die Jugendlichen die Orientierung. In der zunehmenden Dunkelheit und Kälte spitzte sich die Situation zu.
Dunkelheit und Schnee werden zur Gefahr
Gegen 16.45 Uhr setzten die beiden Jugendlichen schließlich einen Notruf mit ihren Handys ab. Zu diesem Zeitpunkt befanden sie sich bereits in alpinem Gelände, ohne klare Orientierung und bei winterlichen Temperaturen. Die Polizei leitete umgehend eine Such- und Rettungsaktion ein, da ein weiteres Abwarten mit zunehmender Unterkühlungsgefahr verbunden gewesen wäre.
Die alpine Einsatzgruppe der Polizei Wolfsberg koordinierte den Einsatz. Zusätzlich wurde der Polizeihubschrauber Libelle mit Wärmebildkamera angefordert, um das unübersichtliche Gelände aus der Luft abzusuchen. Auch der Österreichische Bergrettungsdienst rückte mit acht Einsatzkräften aus.
Großeinsatz mit Hubschrauber endet glimpflich
Dank des raschen Zusammenspiels aller Einsatzkräfte konnte der Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden. Die beiden Jugendlichen wurden rasch lokalisiert und geborgen. Sie waren leicht unterkühlt, jedoch unverletzt. Nach der Erstbetreuung wurden sie ihren Eltern übergeben.
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