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Eiskalter Jänner-Showdown: Droht uns jetzt der Polarwirbel-Kollaps?

Tips Logo Thomas Leitner, 17.01.2026 09:24

DEUTSCHLAND. Der Winter 2026 zeigt Ende Jänner sein wahres Gesicht: Ein geschwächter Polarwirbel und ein massives Skandinavien-Hoch rüsten zum Kälte-Angriff. In wenigen Tagen landet Deutschland im Eisschrank.  

Eisiger Polarwirbel vorhergesagt (Foto: Abdul/stock.adobe)
Eisiger Polarwirbel vorhergesagt (Foto: Abdul/stock.adobe)

Die Wetterkarten färben sich tiefblau: Nach einem wechselhaften Start in das neue Jahr deutet aktuell alles auf eine dramatische Umstellung der Großwetterlage hin. Der Polarwirbel, der normalerweise die eiskalte Luft über der Arktis wie ein Schutzwall gefangen hält, schwächelt massiv.

Experten beobachten mit Sorge, wie sich ein kräftiges Hochdrucksystem über Skandinavien festsetzt und die milden Westwinde vom Atlantik wie ein Stoppschild blockiert. Die Folge: Das Tor für sibirische Frostluft steht sperrangelweit offen.

Arktischer Kältehammer ab dem 24. Jänner

Bereits um den 24. Jänner herum könnte die erste Welle der arktisch-sibirischen Luft Deutschland mit voller Wucht treffen. Während es im Westen laut aktuellen Berechnungen des GFS-Modells noch vergleichsweise glimpflich bleibt, drohen dem Osten und Nordosten extreme Minusgrade.

Die Meteorologen berechnen für die letzten Januartage Höchstwerte, die verbreitet zwischen -13 und -4 Grad liegen könnten. In den Nächten wird es richtig ungemütlich: Bei klarem Himmel über Schnee sind laut Experten Tiefstwerte von unter -20 Grad keine Seltenheit mehr.

Polarwirbelsplit: Das ultimative Winter-Szenario

Noch spannender macht es die Stratosphäre in rund 30 Kilometern Höhe. Dort kündigt sich ein sogenanntes „Sudden Stratospheric Warming“ an – eine plötzliche Erwärmung, die den Polarwirbel nicht nur schwächen, sondern komplett in zwei Teile spalten könnte.

Ein solcher Polarwirbelsplit wäre der Garant für einen nachhaltigen Hochwinter in ganz Mitteleuropa. Sollte dieses Szenario eintreten, könnte sich die eisige Phase bis weit in den Februar hineinziehen und Deutschland einen der kältesten Winterabschnitte der letzten zehn Jahre bescheren.

Wenig Neuschnee, aber klirrender Kahlfrost

Wer jetzt auf riesige Schneemassen hofft, könnte allerdings enttäuscht werden. Da die einströmende Luft direkt aus dem russischen Kontinent kommt, ist sie extrem trocken. Wir müssen uns also eher auf einen „Kahlfrost“ einstellen: strahlender Sonnenschein am Tag, aber schneidend kalter Ostwind und lebensfeindliche Temperaturen in der Nacht.

Lediglich entlang einer möglichen Luftmassengrenze im Westen könnte es zu nasskaltem Schmuddelwetter mit etwas Schneeregen kommen. Sicher ist: Die Heizungen werden in den nächsten Wochen im Dauereinsatz sein.

 

 


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