Mord an Hotelmitarbeiterin: 29 Jahre Haft für sudanesischen Asylbewerber
WALSALL. Ein sudanesischer Asylbewerber ist wegen des Mordes an der 27-jährigen Hotelmitarbeiterin Rhiannon Whyte zu lebenslanger Haft verurteilt worden, mit einer Mindestverbüßung von 29 Jahren. Die Tat passierte im Oktober 2024 am Bahnhof Bescot Stadium in Walsall in den West Midlands. Whyte starb drei Tage später im Krankenhaus.
Wie der Guardian am 30. Jänner 2026 berichtet, folgte Deng Chol Majek der Frau nach ihrem Dienst vom Hotel zu dem Bahnhof und griff sie dort an. Laut Gericht gab es dafür keine nachvollziehbare Erklärung oder ein Motiv.
Die Ermittler stützten sich unter anderem auf Videoaufnahmen und DNA-Spuren. Whyte wurde am Bahnsteig schwer verletzt gefunden und erlag kurze Zeit später im Spital ihren Verletzungen.
Tat am Bahnhof in Walsall
Nach den Feststellungen vor Gericht attackierte der Mann die Frau am späten Abend auf einem weitgehend verlassenen Bahnsteig. Die Geschworenen hörten, dass die 27-Jährige mit einem Schraubenzieher insgesamt 23-mal verletzt wurde, davon 19-mal am Kopf.
Majek soll zuvor im Park Inn untergebracht gewesen sein, in dem Whyte arbeitete. Im Verfahren wurde auch bekannt, dass es im Umfeld des Hotels bereits Auffälligkeiten gegeben habe.
Lebenslange Haft und offene Fragen
Die Jury sprach Majek nicht nur des Mordes schuldig, sondern auch des Besitzes des Schraubenziehers als Waffe. Das Gericht wertete die Umstände als besonders schwerwiegend und verhängte eine lebenslange Haftstrafe mit einer Mindestdauer von 29 Jahren.
Warum der Mann die Frau angriff, blieb auch nach dem Urteil offen. Nach der Tat bewegte er sich laut Ermittlungen noch durch Walsall, bevor er wieder zur Unterkunft zurückkehrte.
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