Arbeitsmarkt Tirol: Mit 4,9 Prozent weiterhin niedrigste Arbeitslosenquote Österreichs
TIROL. Das Bundesland Tirol startet mit der niedrigsten Arbeitslosenquote Österreichs ins Jahr 2026. Tourismus und Wirtschaft sorgen für Stabilität, Langzeitarbeitslosigkeit bleibt Herausforderung.
Tirol behauptet auch im Jänner 2026 seine Spitzenposition am österreichischen Arbeitsmarkt. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent liegt das Bundesland deutlich unter dem Österreichschnitt von 8,8 Prozent. Gegenüber dem Dezember 2025 bleibt der Wert stabil – ein Signal für Kontinuität in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.
Stabilität trotz angespannter Gesamtlage
Landeshauptmann Anton Mattle verweist auf die besondere Ausgangslage Tirols. Während sich der Arbeitsmarkt bundesweit schwieriger entwickelt, profitiert Tirol von einer starken Kombination aus Tourismus, Industrie und Wirtschaft. Die stabile Arbeitslosenquote, eine Rekordbeschäftigung sowie das stärkste Wirtschaftswachstum im Bundesländervergleich zeigen, dass der eingeschlagene Kurs Wirkung zeigt. Auch bei Unternehmensgründungen verzeichnet Tirol aktuell Höchststände.
Tourismus als Jobmotor im Winter
Ein wesentlicher Faktor bleibt der Tourismus. Laut Arbeitsmarktservice Tirol verzeichnet die bisherige Wintersaison 2026 ein Nächtigungsplus von rund neun Prozent und einen Zuwachs bei den Ankünften von etwa acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im Dezember 2025 wurden nahezu fünf Millionen Nächtigungen gezählt. Damit sichert der Tourismus direkt und indirekt tausende Arbeitsplätze – von kleinen Familienbetrieben bis zu großen Unternehmen.
Fokus auf Langzeitarbeitslose
Trotz der positiven Gesamtentwicklung steigt die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Aktuell sind 2.249 Personen betroffen, ein Plus von fast 16 Prozent. Arbeitslandesrätin Astrid Mair setzt hier auf gezielte Maßnahmen. Sozialökonomische Betriebe sollen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Rund 200 Transitarbeitskräfte werden dort jährlich beschäftigt, etwa 30 Prozent schaffen anschließend den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt. Für 2026 stellt das Land dafür mehr als 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.
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