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WASHINGTON. Das U.S. Department of Justice veröffentlichte am Freitag, 30. Jänner 2026, weitere Unterlagen zum Fall Jeffrey Epstein. In dem Material tauchen zahlreiche bekannte Namen auf, darunter Donald Trump, Andrew Mountbatten-Windsor, Elon Musk und Bill Gates. Die bloße Nennung in Akten gilt dabei nicht automatisch als Hinweis auf strafbares Verhalten.

Millionen Seiten zu Epstein sind veröffentlicht. Trump, Andrew, Musk und Gates werden genannt. Auch ein möglicher Sohn Epsteins wird erwähnt. (Symbolbild); Foto: Irina Polonina/stock.adobe.com

Wie The Independent am 3. Februar 2026 berichtet, umfasst die jüngste Veröffentlichung rund drei Millionen Seiten sowie zehntausende Bilder und weiteres Material. Insgesamt sollen damit etwa 3,5 Millionen Dokumente aus dem Umfeld des Verfahrens öffentlich sein.

In den Unterlagen finden sich laut Bericht unter anderem E-Mails, Vermerke und Sammlungen von Medienberichten. Einige Passagen beziehen sich auf persönliche Kontakte, mögliche Treffen oder Einladungen. Viele Angaben bleiben dabei unbestätigt oder sind in Teilen geschwärzt.

Mails, Einladungen und ein möglicher Sohn

Ein Teil der neuen Unterlagen deutet dem Bericht zufolge auf die Möglichkeit hin, dass Epstein vor etwa 15 Jahren Vater eines Kindes geworden sein könnte. Grundlage dafür sei eine E-Mail aus dem Jahr 2011, in der Sarah, Duchess of York demnach auf einen „Baby-Buben“ Bezug nimmt.

Außerdem sollen E-Mails nahelegen, dass Andrew Mountbatten-Windsor Epstein Jahre nach dessen Verurteilung zu einem Abendessen im Buckingham Palace eingeladen haben könnte. Ob es zu einem Treffen kam, bleibt laut Bericht offen.

Trump, Musk und Gates tauchen in den Akten auf

Der Name Donald Trump werde in den neu veröffentlichten Unterlagen tausendfach erwähnt, heißt es. Ein Teil davon bestehe aus gesammelten Medienberichten. In internen E-Mails von Ermittlern aus August 2025 seien zudem Vorwürfe thematisiert worden, ohne dass daraus laut Darstellung automatisch bestätigte Ergebnisse hervorgingen.

Auch zu Elon Musk finden sich demnach E-Mail-Passagen, die einen möglichen Besuch auf Epsteins Insel Little St. James betreffen. Ob eine Reise tatsächlich stattfand, sei unklar. Zu Bill Gates wird im Bericht eine von Epstein verfasste Mail-Vorlage erwähnt, in der er Behauptungen über das Privatleben von Gates aufstellt, ein Sprecher habe diese Vorwürfe allerdings entschieden zurückgewiesen.

Einordnung: Viele Namen, wenig Beweiswert

Die Veröffentlichung wirft erneut die Frage auf, was aus der schieren Menge an Material tatsächlich belastbar ist. In vielen Fällen geht es um Kontaktspuren, Weiterleitungen oder Randnotizen. Behörden und Beobachter weisen seit früheren Veröffentlichungen darauf hin, dass die Nennung einer Person in Akten weder eine Tat noch eine Mitwisserschaft beweist.


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