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Santorin: Das bittere Geschäft mit den Esel-Taxis – Was Urlauber jetzt wissen müssen

Tips LogoThomas Leitner, 08.02.2026 09:28

GRIECHENLAND. Santorins Esel-Taxis stehen massiv in der Kritik. Zwischen Tradition und Tierquälerei stellt sich für Urlauber 2026 die Frage: Ist der Ritt die Qual wert?  

Esen-Taxi auf Santorini (Foto: Aleh Varanishcha/adobe.stock)
Esen-Taxi auf Santorini (Foto: Aleh Varanishcha/adobe.stock)

Wer die strahlend weißen Gassen von Fira auf Santorin besucht, kommt an ihnen kaum vorbei: den Eseln und Maultieren, die sich bei sengender Hitze die über 500 Stufen vom alten Hafen hinaufquälen. Doch was für manche als „romantisches Urlaubsfoto“ beginnt, entpuppt sich bei genauem Hinsehen oft als ethisches Drama. Die Debatte um die Traditions-Tiere ist 2026 hitziger denn je. Während Einheimische auf der Tradition beharren, fordern Tierschutzorganisationen weltweit ein striktes Verbot.

Strenge Regeln gegen das Tierleid

Schon seit einigen Jahren gelten auf der Insel offizielle Vorschriften zum Schutz der Tiere. So dürfen Touristen, die mehr als 100 Kilogramm wiegen, nicht mehr auf den Rücken der Esel steigen. Zudem besagt die Regelung, dass die Last maximal 20 Prozent des Körpergewichts des Tieres betragen darf.

In der Theorie müssen die Besitzer zudem für ausreichend Schatten, Wasser und Ruhepausen sorgen. Doch Kritiker wie PETA berichten immer wieder, dass diese Gesetze im hektischen Alltag der Kreuzfahrt-Saison kaum kontrolliert werden.

Die Schattenseite der Postkarten-Idylle

Trotz der gesetzlichen Anpassungen bleibt die Realität für viele Tiere hart. Augenzeugen berichten auch aktuell von offenen Wunden durch schlecht sitzende Sättel und Tiere, die stundenlang in der prallen Sonne stehen müssen. Besonders an Tagen, an denen mehrere große Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig im Hafen von Fira anlegen, ist der Druck auf die „Esel-Taxis“ enorm. Für die Tiere bedeutet das Akkordarbeit auf rutschigen Steinstufen, oft ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr zwischen den Aufstiegen.

Bequem und ethisch: Die Alternativen

Urlauber haben heute keinen Grund mehr, auf den Rücken der Tiere auszuweichen. Die Seilbahn (Cable Car) bringt Gäste in wenigen Minuten für etwa 6 Euro sicher und komfortabel nach oben – mit einem spektakulären Blick über die Caldera.

Wer es sportlich mag, kann die 588 Stufen zu Fuß bewältigen, sollte dabei jedoch festes Schuhwerk tragen und auf die Hinterlassenschaften der Tiere achten. Immer mehr Reiseveranstalter streichen das Eselreiten zudem aktiv aus ihrem Programm, um ein Zeichen für den Tierschutz zu setzen.

 


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