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Lawine in Salzburg: Skitourengeher in Obertauern schwer verletzt – dramatische Rettung an der Großen Kesselspitze

Tips Logo Thomas Leitner, 08.02.2026 17:23

SALZBURG. Ein Lawinenabgang im Salzburger Hochgebirge endete am Sonntag dramatisch. Ein Skitourengeher wurde schwer verletzt, nur seine Hand ragte noch aus dem Schnee.  

Erhöhte Lawinengefahr (Foto: adobe.stock)
Erhöhte Lawinengefahr (Foto: adobe.stock)

Am frühen Sonntagnachmittag kam es an der Große Kesselspitze im Gemeindegebiet von Obertauern zu einem schweren Lawinenunfall. Ein Skitourengeher war mit vier Begleitern unterwegs, als er als Erster in einen Hang einfuhr und dabei ein massives Schneebrett auslöste.

Schneebrett riss Tourengeher mit

Die Lawine hatte eine Breite von rund 60 Metern und eine Länge von etwa 300 Metern. Der Mann wurde dabei nahezu vollständig verschüttet. Lediglich eine Hand ragte noch aus dem Schnee. Diese entscheidende Sichtbarkeit ermöglichte es den Begleitern, den Verunglückten rasch zu lokalisieren und auszugraben.

Schwerste Verletzungen nach Lawinenabgang

Trotz der schnellen Bergung blieb der Unfall nicht ohne gravierende Folgen. Laut Bergrettung Salzburg erlitt der Skitourengeher schwerste Verletzungen. Nach der notärztlichen Erstversorgung wurde er mit einem Notarzthubschrauber in das Unfallkrankenhaus Salzburg geflogen. Die vier unverletzt gebliebenen Begleiter wurden mit einem Polizeihelikopter ins Tal gebracht.

Lawinenwarnstufe zwei – trügerische Sicherheit

Im Einsatz standen neben den beiden Hubschrauberbesatzungen auch 13 Bergretter, drei Lawinenhundeführer sowie die Alpinpolizei. Im betroffenen Gebiet galt am Sonntag Lawinenwarnstufe 2, eingestuft als mäßig. Der aktuelle Lawinenlagebericht wies jedoch ausdrücklich auf eine flächendeckend schlecht aufgebaute Altschneedecke hin. Gefahrenstellen seien schwer erkennbar, bereits einzelne Wintersportler könnten Schneebretter auslösen.

 


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