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Ferrari enthüllt erstes Elektroauto "Luce"

Tips Logo Niklas Killinger, 09.02.2026 17:17

SAN FRANCISCO. Ferrari hat den Innenraum seines ersten reinen Elektroautos vorgestellt und bestätigt zugleich den Namen „Luce“. Das Cockpit entstand mit dem Designkollektiv LoveFrom rund um den früheren Apple-Designchef Jony Ive und dessen Partner Marc Newson. Die Außenhaut des Modells soll erst im Mai gezeigt werden.

In San Francisco stellte Ferrari das Interieur der Luce vor. Das Cockpit entstand mit LoveFrom um Ex-Apple-Designchef Jony Ive. (Symbolbild); Foto: AA+W - stock.adobe.com

Wie Top Gear am 9. Februar 2026 berichtet, war die Präsentation des Innenraums der zweite Schritt eines dreiteiligen Launch-Plans für Ferraris erstes vollelektrisches Serienauto. Die Vorstellung fand nahe dem LoveFrom-Hauptsitz in San Francisco statt.

Fokus auf Bedienung mit echten Tasten

Im Zentrum steht laut den Verantwortlichen eine Benutzeroberfläche, die analoge Elemente mit digitalen Anzeigen verbindet und sich bewusst auf mechanische Bedienelemente stützt. Am Dreispeichen-Lenkrad sitzen eigene Regler für die Fahrmodi (unter anderem Range, Tour und Performance) sowie ein neu interpretierter Manettino zur Abstimmung des Fahrwerks.

Auch die Schaltpaddles sind funktional gedacht: Rechts soll ein System für spürbar stärkeren Antritt per Knopfdruck aktivierbar sein, links wird die Rekuperation gesteuert. Ziel ist eine Bedienung, die ohne Menüsuche auskommt.

Aluminium, Glas und OLED im Detail

Ferrari und LoveFrom setzen im Cockpit stark auf Materialien wie eloxiertes Aluminium und Glas. Kunststoff soll dabei praktisch keine Rolle spielen. Viele Bauteile werden aus Aluminiumblöcken präzise gefräst, das Lenkrad besteht aus einem speziell entwickelten, vollständig recycelten Aluminiumwerkstoff.

Bei den Anzeigen kombiniert das Konzept physische Zeiger mit OLED-Technik: Drei zentrale Rundinstrumente werden von überlappenden OLED-Elementen unterstützt, um durch optische Effekte eine räumliche Tiefe zu erzeugen. Die mittlere Anzeige liefert die wichtigsten Fahrinformationen.

Der zentrale Bildschirm (10,12 Zoll) ist drehbar gelagert, damit ihn Fahrer oder Beifahrer ausrichten können. Zusätzlich gibt es eine Handauflage, damit die Bedienung nicht zum „Tippen in der Luft“ wird. Weitere Schalter sitzen in einer Leiste nahe dem Innenspiegel, darunter auch eine für Launch Control.

Preis offen, Außenansicht folgt im Mai

Zum Preis machte Ferrari noch keine Angaben. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, wie groß der Markt für sehr leistungsstarke und entsprechend teure Elektrofahrzeuge im Luxussegment tatsächlich ist.

Die Bezeichnung „Luce“ ersetzt die bisher oft erwartete Modellbezeichnung „Elettrica“. Ferrari betont, dass es nicht nur um den Elektroantrieb gehe, sondern um ein Gesamtkonzept, das langfristig bestehen soll. Die komplette Premiere des Fahrzeugs mit Exterieur ist für Mai angekündigt.


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