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Hochwasserschutz: Niederösterreich erweitert Pegelnetz mit 13 neuen Stationen

Tips LogoThomas Leitner, 16.02.2026 10:52

NIEDERÖSTERREICH. Mehr Echtzeitdaten, präzisere Prognosen, bessere Frühwarnung: Niederösterreich baut sein Wasser-Messnetz massiv aus und reagiert auf die Erfahrungen des Hochwassers 2024.

Hochwasserschutz (Foto: Mario Hoesel/adobe.stock)
Hochwasserschutz (Foto: Mario Hoesel/adobe.stock)

Niederösterreich verstärkt seinen Hochwasserschutz. Ab sofort liefern 13 zusätzliche Wasserpegel-Stationen aktuelle Daten. Insgesamt sind damit 150 fernübertragene Messstationen mit Echtzeitwerten im Einsatz. Ebenso viele Anlagen messen Niederschläge und Grundwasserstände.

Die neuen Standorte reichen vom Seebsbach in Aigen bis zur Warmen Fischa in Wiener Neustadt. Auch kleinere Gewässer wie der Gablitzbach in Purkersdorf oder der Johannesbach in Urschendorf sind nun digital erfasst. Die Daten zu Wasserständen, Durchflussmengen und Niederschlägen sind rund um die Uhr auf wasserstand-niederoesterreich.at abrufbar.

Mehr Prognosen als alle anderen Bundesländer

An 59 Stationen entlang der Donau und größerer Nebenflüsse werden zusätzlich Hochwasserprognosen berechnet. Laut Land Niederösterreich verfügt das Bundesland damit über mehr Prognosepegel als alle anderen Bundesländer zusammen, die insgesamt 35 betreiben.

Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont, dass sich präzise Hochwasserprognosen bereits beim Hochwasser 2024 bewährt hätten. Frühwarnungen seien entscheidend, um rasch reagieren zu können und Schäden zu minimieren.

Prognosesystem wird weiter ausgebaut

Parallel dazu wird das Prognosesystem technisch erweitert. Die Kamp-Prognose befindet sich in Umsetzung. Zusätzlich sollen im Laufe des Jahres weitere Wettermodelle integriert werden. Damit werden künftig auch längerfristige Trendanalysen über 24 bis 48 Stunden hinaus möglich.

Für Einsatzorganisationen und Bevölkerung bedeutet das mehr Planungssicherheit. Der Ausbau der Messstellen ergänzt bestehende Hochwasserschutzmaßnahmen und Strategien, den Gewässern wieder mehr Raum zu geben.

„Aus Liebe zum Land schützen wir es vor zukünftigen Katastrophen! Hochwasserprognosen und Frühwarnungen sind ein entscheidender Faktor, um bei drohenden Hochwässern rasch reagieren zu können. Gerade beim Hochwasser 2024 hat sich das besonders bewährt. Daher werden nun die Messstellen ausgebaut, um 13 Stationen erweitert und die Hochwasserprognosesysteme damit noch leistungsfähiger gemacht,“ gibt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf bekannt.


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