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Hochwasser in Frankreich: Wintersturm „Nils“ bringt Rekordregen, Tote und massive Stromausfälle

Tips LogoThomas Leitner, 19.02.2026 15:38

FRANKREICH. Seit Wochen fällt in Frankreich fast täglich Regen, nun verschärft Sturm „Nils“ die Lage. Hochwasser, Tote und Hunderttausende ohne Strom.

Sturm und Regen fordert die Mensch in Frankreich (Foto: HJBC/stock.adobe)
Sturm und Regen fordert die Mensch in Frankreich (Foto: HJBC/stock.adobe)

Frankreich erlebt eine der schwersten Hochwasserlagen seit Jahrzehnten. Nach mehr als 35 Regentagen in Folge stehen Flüsse wie Loire und Garonne über den Ufern. Ganze Straßenzüge sind überflutet, Ortschaften teils nur noch per Boot erreichbar. In mehreren Départements gilt die höchste Alarmstufe. Behörden aktivierten Notfallpläne, Schulen blieben geschlossen.

Meteorologen sprechen von einer außergewöhnlichen Wetterserie. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1959 habe es keine derart lange Regenphase gegeben. Die Böden sind vollständig gesättigt, jeder weitere Niederschlag verschärft die Situation.

Wintersturm „Nils“ verschärft die Krise

Mit voller Wucht traf Wintersturm „Nils“ auf das bereits geschwächte Land. Orkanartige Böen, Starkregen und Schneefälle in den Alpen brachten zusätzliche Gefahr. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben. Zeitweise waren bis zu 900.000 Haushalte ohne Strom. Der Bahn- und Straßenverkehr wurde massiv beeinträchtigt.

In den Alpen löste der Sturm hohe Lawinenwarnstufen aus. Skigebiete sperrten Pisten, Rettungskräfte standen im Dauereinsatz. Auch ein weiteres Sturmtief zog nach und brachte neue Regenmengen.

Infrastruktur am Limit

Mit Stand Ende Jänner waren zehntausende Einsatzkräfte in mehreren Regionen im Einsatz. Evakuierungen wurden vorbereitet, Sandsäcke verteilt, kritische Infrastrukturen gesichert. Experten betonen, dass solche Wetterextreme zunehmen. Wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern – Starkregen wird intensiver.

Die französischen Behörden rechnen auch in den kommenden Tagen mit angespannten Pegelständen. Die Kombination aus Rekordregen, gesättigten Böden und weiteren Sturmtiefs hält das Land im Ausnahmezustand.


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