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Stiftung Warentest entdeckt Schimmeltoxine bei Ketchup-Test

Tips LogoNiklas Killinger, 25.03.2026 14:37

BERLIN. Stiftung Warentest hat 23 Tomatenketchups geprüft und dabei deutliche Unterschiede bei Geschmack, Zuckergehalt und Schadstoffen festgestellt. Zwölf Produkte erhielten die Gesamtnote gut, ein Ketchup fiel wegen stark erhöhter Belastung mit Schimmelpilzgift durch.

Geschmack, Zucker und Schadstoffe im Vergleich: Stiftung Warentest deckt Schwächen bei mehreren Ketchups auf. (Symbolbild); Foto: Arpad Nagy-Bagoly/stock.adobe.com

Wie ZDFheute am 25. März 2026 berichtet, überzeugten im Geschmackstest fünf Produkte mit sehr guten Ergebnissen. Insgesamt reichte es dennoch für kein Produkt zur Gesamtnote sehr gut, weil neben Geschmack auch Zutaten, Schadstoffe, Verpackung und Deklaration in die Bewertung einflossen.

Auffällig waren vor allem die Unterschiede beim Zucker. Der bekannte Heinz Tomato Ketchup kam im Test auf 26,6 Gramm Zucker pro 100 Milliliter und lag damit an der Spitze. Zuckerfreie Varianten setzten teils auf Süßstoffe, die laut Test geschmackliche Nachteile mit sich bringen können.

Ein Produkt setzt sich beim Geschmack ab

Als Testsieger nannte Stiftung Warentest den Born Tomaten Ketchup. Er erreichte beim Geschmack als einziges Produkt die Note 1,0 und überzeugte mit fruchtigem Tomatenaroma.

Auch günstige Eigenmarken schnitten im Vergleich ordentlich ab. Mehrere Produkte aus Discountern und Supermärkten kamen auf gute oder befriedigende Ergebnisse und lagen damit nicht weit hinter deutlich teureren Markenartikeln.

Schimmelpilzgift führt zu mangelhafter Note

Besonders kritisch fiel der Blick auf die Schadstoffe aus. Die Tester fanden Alternaria Toxine, die bei Tomaten etwa nach zu später Ernte oder feuchter Lagerung auftreten können.

Am schlechtesten schnitt Felix Tomaten Ketchup ab. Das Produkt überschritt den unverbindlichen EU Richtwert für Alternariol im Test um das Achtfache und erhielt deshalb die Gesamtnote mangelhaft. Auch bei Geruch und Geschmack blieb das Ergebnis nur mäßig.

Glasflaschen schneiden beim Recycling besser ab

Neben Inhalt und Geschmack bewertete Stiftung Warentest auch die Verpackung. Dabei schnitten Glasflaschen besser ab als Kunststoffverpackungen, weil sich problematische Klebstoffe auf Etiketten bei Plastikflaschen oft negativ auf das Recycling auswirken.

Für Verbraucher zeigt der Test damit nicht nur Unterschiede beim Geschmack, sondern auch bei Nachhaltigkeit und Belastung. Wer Ketchup kauft, sollte daher nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Zutatenliste, Zuckergehalt und Verpackung achten.


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