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ITALIEN. Red Bull arbeitet offenbar an der nächsten Erweiterung seines internationalen Fußballnetzwerks. Der österreichische Konzern soll einen Einstieg bei einem ambitionierten Klub in Italien prüfen.

Der Fußballkosmos des Getränkekonzerns Red Bull ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Seit Jänner 2025 ist Jürgen Klopp bei dem Unternehmen tätig. Foto: APA-Images / AFP / KERSTIN JOENSSON

Red Bull treibt offenbar den Ausbau seines internationalen Fußballnetzwerks weiter voran und richtet den Blick nun offenbar auf den italienischen Markt. Wie das Portal „Tuttomercatoweb“ berichtet, zeigt der österreichische Konzern konkretes Interesse an einem Einstieg beim Serie-B-Klub FC Südtirol.

Schon Sponsor beim FC Torino

Der Verein gilt dabei aus mehreren Gründen als besonders attraktiv. Neben der geografischen Lage im Norden Italiens überzeugt Südtirol vor allem als möglicher Entwicklungsstandort für junge Talente - ein zentraler Bestandteil der globalen Red-Bull-Strategie. Der Klub könnte künftig als weitere Plattform innerhalb des bestehenden Netzwerks dienen, um vielversprechende Spieler auszubilden und gezielt weiterzuentwickeln.

Seit Jahren versucht die Fußball-Sektion von Red Bull, auch in Italien Fuß zu fassen. So stieg man 2024 schon mit einem Sponsoring beim Traditionsverein FC Torino ein.

Klubs in Deutschland, Brasilien & Co.

Der Fußballkosmos des Getränkekonzerns ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Red Bull ist bereits mit eigenen Vereinen oder Beteiligungen in mehreren Ländern vertreten: in Deutschland mit RB Leipzig, in Österreich mit Red Bull Salzburg, in den USA mit den New York Red Bulls, in Brasilien mit Red Bull Bragantino und Red Bull do Brasil, in Japan mit RB Omiya Ardija und in Ghana mit einem Akademieprojekt in Sogakofe. Hinzu kommen Minderheitsbeteiligungen am Paris FC in Frankreich sowie an Leeds United in England.

Der Aufstieg des FC Südtirol

Mit dem FC Südtirol könnte nun ein weiteres Puzzlestück hinzukommen. Der Klub ist in Bozen beheimatet und für seine kontinuierliche Nachwuchsarbeit. Seit 2022 spielt der stark in der Region verwurzelte Verein in der Serie B, der zweithöchsten italienischen Spielklasse. Vor zwei Jahren sorgte Südtirol mit starken Leistungen sogar kurzzeitig für Aufstiegsträume Richtung Serie A. Dabei war erst im Halbfinale des Aufstiegs-Playoffs gegen Bari Schluss.

Seit der Jahrtausendwende wurde der 1995 neu gegründete Verein schrittweise an den Profifußball herangeführt und arbeitete sich Liga für Liga nach oben. 2022 gelang der Aufstieg in die Serie B, wo sich der Klub seitdem etablieren konnte. In der laufenden Saison rangiert das Team derzeit auf Platz zehn und darf sich weiterhin Hoffnungen auf die Playoff-Plätze machen.

Ob es tatsächlich zu einem Einstieg von Red Bull kommt, ist derzeit noch offen. Klar ist jedoch, dass Red Bull seine internationale Fußballstrategie konsequent weiterverfolgt – und auch Italien zunehmend in den Mittelpunkt rückt.


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