Möglicher Umzug: Muss Thomas Müller Vancouver verlassen?
VANCOUVER. Thomas Müllers Klub Vancouver Whitecaps steht weiter vor einer unklaren Zukunft. Die Eigentümer suchen einen Käufer, der den MLS-Verein in der Stadt hält. Sollte keine Lösung gelingen, rücken Las Vegas und Phoenix als mögliche neue Standorte in den Fokus.

Wie WELT am 28. April 2026 berichtet, hat die Suche nach einem lokalen Käufer bisher keinen Durchbruch gebracht. Nach Klubangaben gab es in den vergangenen 16 Monaten Gespräche mit mehr als 100 Interessenten, bislang aber kein tragfähiges Angebot für einen Verbleib in Vancouver.
Die Gründe liegen vor allem im Stadionumfeld. Die Whitecaps verweisen auf wirtschaftliche Probleme rund um das BC Place Stadium, eingeschränkten Zugang zum Gelände und begrenzte Einnahmemöglichkeiten. Die aktuelle Eigentümergruppe um Greg Kerfoot, Steve Luczo, Jeff Mallett und Ex-NBA-Star Steve Nash will den Klub verkaufen.
Las Vegas gilt als zentrale Option
Ein Sonderausschuss der MLS-Eigentümer befasste sich nun mit der Zukunft der Whitecaps. Dabei wurde auch ein möglicher Umzug besprochen. Las Vegas gilt laut Bericht derzeit als wichtige Option, auch Phoenix wird genannt.
Die Liga betont zugleich, dass ein Verbleib in Vancouver weiter bevorzugt werde. Dafür brauche es aber eine Eigentümergruppe vor Ort, die genügend Kapital und ein tragfähiges Konzept einbringt.
Fans protestieren gegen Umzug
Die Anhänger der Whitecaps machten zuletzt deutlich, dass sie den Klub in Vancouver halten wollen. Rund um das Heimspiel gegen Colorado gab es einen Protestmarsch unter dem Motto „Save the Caps“. Im Stadion zeigten zahlreiche Fans entsprechende Botschaften.
Sportlich läuft es für die Whitecaps deutlich besser als wirtschaftlich. Der Klub spielt seit 2011 in der Major League Soccer und erreichte in der vergangenen Saison mit Thomas Müller das MLS-Finale. Dort unterlag Vancouver Inter Miami um Lionel Messi.


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