Update zu Buckelwal „Timmy“: Tierärztin aus Koma erwacht – Rettung heute geplant
OSTSEE. Vor der Küste der Insel Insel Poel spielt sich weiterhin ein außergewöhnlicher Rettungseinsatz ab. Der geschwächte Buckelwal „Timmy“ hält sich seit Wochen in flachem Wasser auf und findet aus eigener Kraft nicht zurück ins offene Meer.

Experten beschreiben seinen Zustand als kritisch, da er deutlich an Gewicht verloren hat und seine Kräfte schwinden.
Komplexe Rettungsaktion vorbereitet
Für den heutigen Tag ist Berichten zufolge eine groß angelegte Rettungsaktion geplant. Ziel ist es, das Tier mithilfe einer speziell konstruierten Transportplattform aus dem flachen Küstenbereich zu bergen. Diese sogenannte Barge soll abgesenkt werden, damit der Wal möglichst schonend hineingeführt werden kann. Anschließend ist ein Transport über mehrere hundert Kilometer in Richtung Nordsee vorgesehen, wo bessere Überlebensbedingungen herrschen. Die Vorbereitungen gelten als äußerst anspruchsvoll. Strömungen, Wetterbedingungen und der Gesundheitszustand des Wals machen die Aktion schwer kalkulierbar. Fachleute sehen darin zugleich die letzte realistische Chance, das Tier zu retten.
Gesundheitszustand verschlechtert sich
In den vergangenen Tagen hat sich die Situation weiter zugespitzt. Beobachter berichten von einer zunehmend flachen Atmung und deutlich nachlassender Aktivität. Diese Entwicklung erhöht den Zeitdruck erheblich, da jede Verzögerung die Erfolgsaussichten weiter verringern könnte.
Tierärztin aus Koma erwacht
Parallel zur angespannten Lage um den Wal gab es auch im Rettungsteam einen schweren Zwischenfall. Die Tierärztin Janine Bahr‑van Gemmert erlitt während des Einsatzes einen medizinischen Notfall und musste per Hubschrauber in eine Klinik gebracht werden. Zwischenzeitlich lag sie im Koma. Inzwischen gibt es jedoch eine positive Entwicklung: Die Ärztin ist wieder bei Bewusstsein. Ihr Zustand bleibt weiterhin ernst, gilt aber als stabilisiert. Ihr Ausfall hatte das ohnehin komplexe Rettungsvorhaben zusätzlich belastet.

