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AUSTRALIEN. Auf der australischen Insel K'gari im Bundesstaat Queensland ist Anfang des Jahres eine 19-jährige Urlauberin aus Kanada ums Leben gekommen. Berichten zufolge wurde die junge Frau am 19. Januar am frühen Morgen tot an einem abgelegenen Strand entdeckt.

Symbolbild: Hideaki/stock.adobe.com
Symbolbild: Hideaki/stock.adobe.com

Ranger fanden den Körper gegen 6:30 Uhr in der Nähe eines Campingplatzes, an dem sie zuvor gelebt und gearbeitet hatte. In unmittelbarer Nähe hielten sich mehrere Dingos auf, das sind wildlebende Hunde, die auf der Insel heimisch sind und dort in Rudeln leben.

Gerichtsmedizin klärt Todesursache

Rund einen Monat nach dem Vorfall veröffentlichte das zuständige Gerichtsmediziner-Gericht in Queensland nun die Ergebnisse der Untersuchung. Demnach starb die 19-Jährige durch Ertrinken im Zusammenhang mit mehreren Verletzungen, die durch einen Angriff von Dingos verursacht wurden. Die Autopsie ergab Bissverletzungen, die bereits vor dem Tod entstanden waren. Diese Verletzungen allein führten jedoch nicht unmittelbar zum Tod. Ein Teil der Spuren könnte erst nach dem Tod entstanden sein, als die Tiere den Körper weiter attackierten.

Vermuteter Ablauf des Vorfalls

Nach bisherigen Erkenntnissen ging die Urlauberin in den frühen Morgenstunden allein an den Strand. Ermittler gehen davon aus, dass sie gegen fünf Uhr morgens im Wasser oder in unmittelbarer Nähe der Küste war. Zu diesem Zeitpunkt näherte sich offenbar ein Rudel Dingos. Während des Angriffs könnte die junge Frau versucht haben, vor den Tieren ins Meer zu fliehen oder wurde in Richtung Wasser gedrängt. Unter diesen Umständen verlor sie offenbar die Kontrolle und ertrank schließlich.

Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Die Ermittlungsbehörden erklärten bereits kurz nach dem Fund der Leiche, dass es keine Hinweise auf eine Beteiligung anderer Personen gibt. Die Verletzungen am Körper sowie die Spuren am Strand entsprechen nach Angaben der Ermittler einem Angriff durch mehrere Tiere.

Konsequenzen für die Tiere

Nach dem Vorfall griffen die Behörden ein. Acht der Dingos, die sich in der Nähe des Fundortes aufgehalten hatten, wurden eingeschläfert. Sie galten als gefährlich, nachdem sie aggressives Verhalten gegenüber Menschen gezeigt hatten.

Gefährliche Begegnungen auf der Insel

Dingos gehören zu den wichtigsten Raubtieren im Ökosystem von K'gari und jagen häufig im Rudel. Obwohl tödliche Angriffe äußerst selten sind, kommt es auf der beliebten Touristeninsel immer wieder zu Zwischenfällen mit Besuchern.Fachleute warnen seit Jahren, dass einige Tiere ihre natürliche Scheu vor Menschen verlieren könnten. Häufige Begegnungen mit Touristen sowie illegales Füttern der Tiere gelten als mögliche Gründe dafür.


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