Neue Netflix-Doku über religiöse Sekte sorgt für Aufsehen
UTAH. Die vierteilige Netflix-Miniserie „Vertrau mir: Der falsche Prophet“ sorgt seit Anfang April für starke Reaktionen. Die True-Crime-Doku beleuchtet den Fall rund um FLDS-Anführer Samuel Bateman und erhält außerordentlich gute Bewertungen.

Wie Serienjunkies am 28. April 2026 berichtet, kommt die Serie bei Kritikern und Publikum auffallend gut an. Auf Rotten Tomatoes werden demnach 100 Prozent bei den Kritikern und 97 Prozent beim Publikum genannt.
Die Doku begleitet die Kultexpertin Christine Marie und ihren Ehemann Tolga Katas. Beide kamen in den inneren FLDS Kreis um Bateman und sammelten Material, das später für Ermittlungen wichtig wurde.
FLDS steht für „Fundamentalist Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints“. Die Gruppe ist eine fundamentalistische Abspaltung aus dem Umfeld der Mormonenbewegung und wurde vor allem durch Polygamie, strenge religiöse Kontrolle und Missbrauchsvorwürfe bekannt. Mit der offiziellen Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist sie nicht gleichzusetzen.
Vier Folgen über Macht und Missbrauch
Die Serie zeigt, wie Bateman innerhalb der fundamentalistischen FLDS-Gemeinschaft Einfluss gewann. Er stellte sich als religiöser Prophet dar und baute ein System der Kontrolle auf.
Netflix beschreibt die Produktion als vierteilige Dokumentarserie. Im Mittelpunkt stehen verdeckte Aufnahmen, Aussagen von Betroffenen und die Frage, wie solche Strukturen entstehen und lange bestehen bleiben können.
Nichts für schwache Nerven
Die Miniserie wird als belastend beschrieben. Es geht um Ausbeutung, religiösen Druck und schwere Verbrechen gegen Minderjährige.
Bateman wurde 2024 zu 50 Jahren Haft verurteilt. Die Doku ordnet den Fall auch in die Geschichte der FLDS ein, die bereits durch den früheren Anführer Warren Jeffs international bekannt wurde.


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