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Gefahr auf der Alm: Was Wanderer bei Kühen jetzt unbedingt beachten sollten

Tips LogoThomas Leitner, 18.05.2026 12:36

ÖSTERREICH. Ein Angriff in Osttirol zeigt. Auf Almweiden kann es heikel werden. Der Alpenverein erklärt, wie Wanderer sich jetzt richtig verhalten.

Kuh auf der Alm in Tirol (Foto: Hans und Christa Ede/adobe.stock)
Kuh auf der Alm in Tirol (Foto: Hans und Christa Ede/adobe.stock)

Die Wandersaison ist da – und mit ihr kehren auch die Kühe auf die Almen zurück. Nach einer Attacke auf ein Ehepaar in Osttirol warnt der Alpenverein nun vor riskanten Begegnungen.

Warum gerade jetzt Vorsicht zählt

Viele Wanderwege führen direkt über bewirtschaftete Almweiden. Dort grasen Kühe, Kälber und manchmal auch Stiere. Für Wanderer wirkt das idyllisch, doch die Situation kann schnell kippen – vor allem, wenn Tiere erschrecken oder ihre Jungen schützen wollen.

„Zwischenfälle mit Kühen gibt es leider jedes Jahr“, sagt Georg Unterberger vom Österreichischen Alpenverein. Angst müsse niemand haben, Respekt sei aber angebracht – besonders mit Hund.

Kälber niemals streicheln

So süß Jungtiere auch wirken: Finger weg. Mutterkühe können Annäherungen als Gefahr sehen und impulsiv reagieren. Eine Kuhherde sei „nicht mit einem Streichelzoo zu verwechseln“, betont Unterberger.

Der Alpenverein rät: Abstand halten, Tiere nicht füttern, ruhig bleiben und Weidevieh niemals erschrecken. Versperrt eine Herde den Weg, sollte man sie großräumig umgehen.

Mit Hund wird es besonders heikel

Hunde können Rinder beunruhigen. Deshalb gehören sie auf Almweiden an die kurze Leine und müssen unter Kontrolle bleiben. Droht allerdings ein Angriff, soll der Hund sofort abgeleint werden. Er kann meist schneller fliehen – bleibt er beim Menschen, gerät auch dieser stärker in Gefahr.

Warnsignale sind gesenkter Kopf, Scharren oder Brüllen. Dann gilt: ruhig bleiben, den Tieren nicht den Rücken zukehren und die Weide zügig verlassen.

So gelingt das Miteinander auf der Alm

Auch die Art der Herde spielt eine Rolle. Mutterkuhherden mit Kälbern gelten als besonders sensibel. Jungtierherden sind neugierig und übermütig, Milchkuhherden meist Menschen gewohnt – ungestört grasen wollen aber alle.

Alpenvereinspräsident Wolfgang Schnabl sieht Almen als wichtigen Teil der alpinen Kulturlandschaft. Ein umsichtiges Verhalten könne Konflikte vermeiden, die Almwirtschaft erhalten und sichere Naturerlebnisse ermöglichen.


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