Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Schock-Fall in Portugal: Brüder (3 und 5) mit verbundenen Augen im Wald ausgesetzt

Tips LogoThomas Leitner, 21.05.2026 16:25

PORTUGAL. Zwei völlig verstörte französische Brüder sind auf einer einsamen Landstraße nahe Monte Novo do Sul in Portugal gerettet worden. Die Polizei fahndet nach der Mutter.

Polizei in Portugal fahndet nach der Mutter (Foto: mzabarovsky/adobe.stock)
Polizei in Portugal fahndet nach der Mutter (Foto: mzabarovsky/adobe.stock)

Ein aufmerksamer Autofahrer entdeckte die weinenden Jungen im Alter von drei und fünf Jahren im Rückspiegel auf der Nationalstraße 253. Die völlig verängstigten Kinder, die keinerlei Ausweisdokumente bei sich hatten, schilderten den Beamten eine herzzereißende Geschichte: Ihre eigene Mutter und der Stiefvater hatten ihnen erzählt, sie sollten im Wald nach einem Spielzeug suchen. Dann banden die Erwachsenen den Kleinen die Augen ab – und flüchteten eiskalt. Portugiesische Medien sprechen von einem perfiden, grausamen Trick.

Ein Rucksack voller Abschied

Die Ermittler der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Lissabon stehen vor einem Rätsel, doch die Indizien wiegen schwer. In den Rucksäcken der Geschwister fanden sich Wechselkleidung, Kekse, Obst und Wasser. Für die Behörden ist dies ein klares, trauriges Signal: Die Aussetzung war von langer Hand geplant. Die hilflosen Jungen wurden bewusst mit dem Nötigsten ausgestattet und dann ihrem Schicksal überlassen.

Aktuell befinden sich die Brüder in der Obhut der portugiesischen Kinderschutzbehörde CPCJ, wo sie medizinisch untersucht und psychologisch betreut werden. Sie sind körperlich unversehrt, doch das seelische Trauma sitzt tief.

Europaweite Jagd auf die Mutter

Der Fall zieht inzwischen weite Kreise über Ländergrenzen hinweg. In Frankreich hat die Staatsanwaltschaft Colmar eine groß angelegte Fahndung eingeleitet. Wie sich herausstellte, hatte der leibliche Vater die Jungen dort bereits als vermisst gemeldet.

Die Mutter soll mit ihrem neuen Lebensgefährten über Spanien nach Portugal geflohen sein. Das grausame Verbrechen weckt in Portugal schlimme Erinnerungen an vergangene Kinderschicksale und sorgt für eine Welle der Solidarität. Die Behörden arbeiten unter Hochdruck daran, die flüchtigen Eltern zu fassen und die Hintergründe dieser herzlosen Tat lückenlos aufzuklären.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden