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PARIS. Michel Platini geht juristisch gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino vor. Der frühere UEFA-Präsident hat in Frankreich Strafanzeige eingebracht und plant zusätzlich eine Zivilklage gegen den Weltverband. Im Zentrum stehen Vorwürfe rund um Platinis gescheiterten Weg an die FIFA-Spitze im Jahr 2015.

Michel Platini hat in Frankreich Anzeige gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino eingebracht. Es geht um Vorgänge aus dem Jahr 2015. Foto: CURIOS - stock.adobe.com

Wie Deutschlandfunk am 09. Juni 2026 berichtet, richtet sich die Anzeige neben Infantino auch gegen mehrere frühere Schweizer Justizbeamte und Fußballfunktionäre. Platini vermutet, dass frühere Anschuldigungen und Einflussnahmen dazu beigetragen haben sollen, ihn aus dem Rennen um die FIFA-Präsidentschaft zu drängen.

Die Beschuldigten gelten rechtlich als unschuldig, solange nichts anderes festgestellt ist. Die FIFA weist die Vorwürfe zurück.

Zahlung brachte Karriere ins Wanken

Im Mittelpunkt steht eine Zahlung der FIFA über zwei Millionen Schweizer Franken an Platini. Diese war 2015 öffentlich geworden und löste Ermittlungen sowie Verfahren gegen Platini und den damaligen FIFA-Präsidenten Sepp Blatter aus.

Beide mussten damals ihre Spitzenfunktionen im Weltfußball verlassen. Der Weg für Gianni Infantino wurde frei, der 2016 zum FIFA-Präsidenten gewählt wurde.

Freispruch nach jahrelangem Verfahren

Platini und Blatter wurden Jahre später freigesprochen. Für Platini ist der Fall damit aber nicht abgeschlossen. Er will nun in Frankreich klären lassen, ob es im Hintergrund unzulässige Absprachen oder falsche Anschuldigungen gegeben haben soll.

Zusätzlich zur Strafanzeige strebt Platini eine Zivilklage gegen die FIFA an. Dabei geht es um möglichen Schadenersatz für Nachteile, die ihm aus den damaligen Vorgängen entstanden sein sollen.


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