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INNSBRUCK/TIROL. Mit der Ausstellung „Das Blut der Medusa“ widmet sich Schloss Ambras Innsbruck ab 26. Juni 2026 einem der faszinierendsten Naturphänomene der Welt. Die Schau beleuchtet die Geschichte der Korallen zwischen Mythos, Kunst und moderner Wissenschaft.

Schloss Ambras Innsbruck (Foto: Tom Leitner)
Schloss Ambras Innsbruck (Foto: Tom Leitner)

Korallen galten über Jahrhunderte als geheimnisvolle Wunder der Natur. Bereits in der Antike rankten sich zahlreiche Legenden um ihre Entstehung. Einer dieser Mythen besagte, dass Korallen aus dem Blut der Medusa entstanden seien. Gleichzeitig entwickelten sie sich zu begehrten Sammel- und Kunstobjekten, die zeitweise wertvoller als Gold gehandelt wurden.

Wie das Kunsthistorische Museum mitteilt, besaß Erzherzog Ferdinand II., Begründer der Ambraser Sammlungen, nahezu 100 Korallenobjekte. Die Sammlung auf Schloss Ambras zählt bis heute zu den weltweit bedeutendsten ihrer Art.

Kunst trifft Wissenschaft

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum und verbindet historische Exponate mit aktuellen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Rund 50 Objekte, überwiegend aus den Beständen von Schloss Ambras, werden gemeinsam mit ausgewählten Leihgaben präsentiert.

Dabei spannt die Schau einen Bogen von den frühen Vorstellungen über Korallen bis zu ihrer heutigen Bedeutung als Forschungsobjekte und Symbol für die Auswirkungen des Klimawandels.

Begehbare Korallenkabinette

Besucher erwartet eine aufwendig inszenierte Ausstellung mit Licht-, Farb- und Klangelementen. Einblicke in die Unterwasserwelt sowie begehbare Korallenkabinette sollen die Vielfalt und Schönheit der Meeresorganismen erlebbar machen.

Die Ausstellung versteht sich als Dialog zwischen Kunst und Natur, zwischen historischem Sammelobjekt und aktueller Umweltdebatte. Damit rückt sie auch die zunehmende Bedrohung der Korallenriffe weltweit in den Fokus.

Ausstellung bis Ende Oktober

„Das Blut der Medusa – Die Korallen von Schloss Ambras“ ist von 26. Juni bis 31. Oktober 2026 auf Schloss Ambras Innsbruck zu sehen. Die Ausstellung zeigt, wie sich die Wahrnehmung der Korallen über Jahrhunderte verändert hat – von sagenumwobenen Naturwundern bis zu wichtigen Indikatoren für den Zustand der Ozeane.


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