Fichte und Moos prägen neue Waldbier-Edition 2026
ÖSTERREICH. Die Österreichischen Bundesforste und Braumeister Axel Kiesbye haben die Zutaten für die Waldbier-Edition 2026 in den Bergwäldern des Salzburger Pinzgaus geerntet. Im Mittelpunkt stehen diesmal Fichtenwipferl und Haarmützenmoos. Das limitierte Jahrgangsbier soll ab Herbst 2026 erhältlich sein.

Ende Mai sammelten Braumeister Axel Kiesbye sowie Mitarbeiter der Österreichischen Bundesforste im Revier Bruck rund zwölf Kilogramm Fichtenwipferl und zwei Kilogramm Haarmützenmoos von Hand. Die Ernte fand in einem Fichten-Tannenwald auf rund 1.700 Metern Seehöhe am Eingang des Thumersbachtals statt. Wie die Österreichischen Bundesforste berichten, markiert die Edition zugleich den Start eines neuen mehrjährigen Waldbier-Zyklus.
Die Waldbier-Edition 2026 steht unter dem Motto „Fichte – Moos“. Sie rückt die oft verborgenen Beziehungen zwischen Pflanzenarten in den Mittelpunkt. Die Verbindung zwischen Fichte und Haarmützenmoos gilt als Beispiel für die vielfältigen Partnerschaften, die das ökologische Gleichgewicht im Wald unterstützen.
Besondere Zutaten aus dem Bergwald
Die jungen Fichtentriebe verleihen dem Bier frische, zitronige und leicht säuerliche Noten. Das Haarmützenmoos ergänzt das Aromaprofil und übernimmt zusätzlich eine Funktion bei der Bierklärung.
Das Moos wächst bevorzugt in den feuchten und sauren Bedingungen fichtenreicher Wälder. Gleichzeitig trägt es zur Humusbildung bei, speichert Wasser und unterstützt die Stabilisierung des Waldbodens. Damit erfüllt es wichtige Aufgaben im Waldökosystem.
Braumeister Axel Kiesbye erwartet ein vielschichtiges Geschmacksbild. Die Kombination aus harzig-balsamischen, frischen und fruchtigen Nuancen soll den Charakter eines sommerlichen Walddufts widerspiegeln.
Neuer Schwerpunkt für die kommenden Jahre
Mit der Edition 2026 beginnt bei den Waldbieren ein neuer Themenzyklus unter dem Titel „Baumpartnerschaften und Waldsymbiosen“. Künftige Jahrgänge werden weitere ökologische Beziehungen innerhalb des Waldes vorstellen.
Die Waldbier-Reihe entstand ursprünglich 2011 anlässlich des Internationalen Jahres des Waldes. Aufgrund der großen Nachfrage wurde daraus eine dauerhafte Tradition. In den vergangenen Jahren standen unter anderem Nadelbäume, Waldsträucher, Wildobstarten und unterschiedliche Waldlebensräume im Fokus.
Limitierte Auflage ab Herbst 2026
Wie die bisherigen Jahrgänge wird auch die Edition „Fichte – Moos“ nur in begrenzter Stückzahl produziert. Das Bier wird in 0,75- und 0,33-Liter-Gourmetflaschen abgefüllt.
Durch den höheren Alkoholgehalt eignet sich das Waldbier als Jahrgangsbier für eine längere Lagerung. Frühere Editionen sind mittlerweile großteils vergriffen und werden teilweise bereits als Sammlerstücke gehandelt.


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