Experten warnen vor Sommer-Blackouts: Hitzewellen erhöhen Risiko für Stromausfälle
LONDON. Extreme Hitze könnte in diesem Sommer nicht nur die Gesundheit belasten, sondern auch die Stromversorgung gefährden. Experten warnen, dass Hitzewellen und die steigende Gefahr von Vegetationsbränden das Risiko für großflächige Stromausfälle erhöhen könnten.

Mit steigenden Temperaturen geraten Stromnetze zunehmend unter Druck. Wie die Daily Mail unter Berufung auf britische Netzbetreiber berichtet, können Hitzewellen gleich mehrere Probleme gleichzeitig verursachen: Der Stromverbrauch steigt durch Klimaanlagen und Kühlung stark an, während trockene Vegetation und Waldbrände wichtige Infrastruktur gefährden.
Besonders kritisch wird die Lage, wenn Feuer in der Nähe von Stromleitungen ausbrechen. Netzbetreiber müssen Leitungen in solchen Fällen teilweise abschalten, um größere Schäden zu verhindern.
Stromnetze unter doppeltem Druck
Experten sehen vor allem die Kombination aus extremer Hitze und zunehmender Trockenheit als Herausforderung. Hitzewellen lassen den Energiebedarf deutlich ansteigen, gleichzeitig können hohe Temperaturen technische Anlagen belasten und deren Leistungsfähigkeit verringern.
Studien zeigen zudem, dass Wald- und Vegetationsbrände eine wachsende Gefahr für Stromnetze darstellen. In besonders gefährdeten Regionen werden Stromleitungen teilweise vorsorglich abgeschaltet, um Brände durch beschädigte Infrastruktur zu verhindern.
Klimawandel verstärkt Risiken
Fachleute beobachten weltweit eine Zunahme von Hitzewellen. Diese treten häufiger auf, dauern länger und erreichen höhere Temperaturen als noch vor wenigen Jahrzehnten. Gleichzeitig steigt in vielen Regionen die Gefahr von Dürren und Waldbränden.
Bereits in mehreren Ländern führten extreme Hitzeperioden zu Problemen in der Stromversorgung. Auch in Europa wurden zuletzt Stromausfälle mit der hohen Belastung der Netze während Hitzewellen in Verbindung gebracht.
Behörden rufen zur Vorbereitung auf
Netzbetreiber und Behörden empfehlen, sich auf mögliche Hitzeperioden vorzubereiten. Dazu gehören ein bewusster Umgang mit Energie sowie Notfallpläne für den Fall kurzfristiger Stromausfälle. Ebensee sollte man sich über sinnvolle Produkte zur Blackout-Vorsorge informieren.
Experten betonen jedoch, dass die Wahrscheinlichkeit eines großflächigen Blackouts weiterhin gering sei. Die Warnungen sollen vor allem auf die zunehmenden Herausforderungen aufmerksam machen, denen Stromnetze durch Extremwetterereignisse ausgesetzt sind.


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