Gemeinde in Niederösterreich droht nächtliche Wassersperre
PÖGGSTALL/NIEDERÖSTERREICH. In der Marktgemeinde Pöggstall im Bezirk Melk steht angesichts eines weiter anhaltend hohen Wasserverbrauchs eine nächtliche Unterbrechung der Trinkwasserversorgung im Raum.

Trotz mehrfacher Appelle zum Wassersparen konnte der Verbrauch bisher nicht ausreichend gesenkt werden, weshalb nun eine zeitweise Abschaltung geprüft wird. Die Gemeinde hat in den vergangenen Wochen wiederholt über soziale Medien sowie durch Schreiben an die Bevölkerung auf die angespannte Lage hingewiesen.
Verbrauch deutlich über Normalniveau
Der Wasserverbrauch liegt derzeit tagsüber bei rund 6,5 Litern pro Sekunde. Erst gegen 22 Uhr wird ein deutlicher Rückgang festgestellt. Der Wasserstand im Hochbehälter hat sich nach ersten Maßnahmen zwar um rund 40 Zentimeter erhöht, die Versorgungssituation bleibt jedoch angespannt.
Abschaltung in der Nacht möglich
Sollte der Verbrauch nicht sinken, könnte die Trinkwasserversorgung Berichten zufolge zwischen 22 Uhr und 4 Uhr zeitweise unterbrochen werden. Betroffen wären rund 1.000 Einwohner, die an das gemeindeeigene Wassernetz angeschlossen sind. Die Maßnahme wird als Möglichkeit genannt, um die Wasserspeicher über Nacht zu stabilisieren und die Versorgung am Tag sicherzustellen. Noch wird die Lage weiter beobachtet und abgewartet.
Erste Maßnahmen bereits umgesetzt
Am Friedhof der Gemeinde wurde die Trinkwasserleitung bereits gesperrt. Dort wurden rund 9.000 Liter Nutzwasser bereitgestellt, die bis zum Mittag vollständig verbraucht waren.
Versorgung über Quellen und Tiefbrunnen
Die Wasserversorgung in Pöggstall erfolgt über sechs Quellen sowie einen Tiefbrunnen, der auch Betriebe mitversorgt.
Hitze als Hauptfaktor
Als Ursache für den hohen Verbrauch gelten vor allem die anhaltende Hitzeperiode sowie die Nutzung von Wasser für Gartenbewässerung und das Befüllen von Pools.

