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WELT. Die Oberflächentemperatur der Weltmeere hat zum Sommerbeginn einen neuen Höchstwert für diese Jahreszeit erreicht. Messungen des EU-Klimaprogramms Copernicus zeigen, dass die Ozeane am 21. Juni so warm waren wie noch nie zuvor zu diesem Zeitpunkt des Jahres.

Weltmeer (Foto: Iakov Kalinin/adobe.stock)
Weltmeer (Foto: Iakov Kalinin/adobe.stock)

Die globale Durchschnittstemperatur der Meeresoberfläche lag laut den beiden unabhängigen Copernicus-Messreihen bei 20,86 beziehungsweise 21,0 Grad Celsius. Damit wurden die bisherigen Rekordwerte aus den Jahren 2023 und 2024 übertroffen. Wie Medien berichten, hatten sich außergewöhnlich hohe Wassertemperaturen bereits in den vergangenen Monaten in mehreren Meeresregionen abgezeichnet.

Klimawandel und El Niño verstärken den Trend

Nach Einschätzung der Fachleute ist der Rekord vor allem auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen. Zusätzlich verstärkt das derzeit aktive Klimaphänomen El Niño die Erwärmung. Dieses tritt in unregelmäßigen Abständen im tropischen Pazifik auf und beeinflusst weltweit Wetter- und Klimamuster.

Die Kombination aus langfristiger Erderwärmung und El Niño erhöht die Wahrscheinlichkeit weiterer Temperaturrekorde in den kommenden Monaten. Experten sehen darin einen Hinweis darauf, dass sich das Klimasystem in eine Phase mit bisher kaum beobachteten Bedingungen entwickeln könnte.

Folgen reichen weit über die Ozeane hinaus

Wärmere Meere speichern große Mengen zusätzlicher Energie und geben diese nach und nach an die Atmosphäre ab. Dadurch steigt das Risiko für intensivere Stürme, stärkere Niederschläge und Überschwemmungen in vielen Regionen der Erde.

Die Ozeane gelten als wichtigster Wärmespeicher des Klimasystems. Sie nehmen den Großteil der zusätzlichen Wärme auf, die durch den Ausstoß von Treibhausgasen entsteht. Nach Angaben von Copernicus lagen die Meerestemperaturen außerhalb der Polarregionen in den vergangenen drei Jahren dauerhaft deutlich über dem langjährigen Durchschnitt.


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