Archäologen entdecken 3.000 Jahre altes Grab in Ägypten
LUXOR/ÄGYPTEN. Archäologen haben nahe der ägyptischen Stadt Luxor ein rund 3.000 Jahre altes Grab freigelegt. Die Anlage wird einem Mann namens Paser zugeordnet und liegt in der Nekropole Scheich Abd el-Qurna am Westufer des Nils.

Das Grab wurde von einem niederländischen Forschungsteam der Universität Leiden entdeckt. Wie CBS News berichtet, soll die weitere Untersuchung klären, wer dort bestattet wurde und welche Rolle die Anlage im historischen Umfeld von Theben hatte.
Fachleute datieren das Grab anhand der Inschriften in die Ramessidenzeit, also in die 19. und 20. Dynastie des Alten Ägypten. Die Gestaltung entspricht privaten thebanischen Gräbern aus dem Neuen Reich.
Inschriften zeigen Paser mit seiner Frau
Die Anlage besteht aus einem offenen Hof, einer in den Fels gehauenen Kapelle in Form eines umgedrehten T und unterirdischen Grabkammern. Im Hof fanden die Forscher gut erhaltene Bauteile, darunter eine Lehmziegelbank für eine Grabstele sowie eine Treppe mit seitlichen Rampen.
Im Inneren nennen Inschriften den Namen Paser. Darstellungen zeigen ihn bei der Verehrung verschiedener Gottheiten sowie gemeinsam mit seiner Frau vor einem Opfertisch.
Fund soll weiter untersucht werden
Die Arbeiten sind Teil eines Forschungsprojekts, das laut ägyptischem Tourismus und Antikenministerium seit 2018 läuft. Die Fundstelle liegt östlich einer bereits bekannten Grabanlage.
Ägypten setzt neue archäologische Entdeckungen auch gezielt ein, um den Tourismus zu stärken. Luxor zählt mit seinen Tempeln, Gräbern und Nekropolen zu den bedeutendsten Fundregionen des Landes.


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