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SHIZUKUISHI/JAPAN. Eine Familie in der japanischen Präfektur Iwate hat am Montagabend die Polizei alarmiert, nachdem ein Bär in ihre Küche eingedrungen war. Das Tier öffnete offenbar den Kühlschrank, verstreute Lebensmittel und suchte danach auch vor dem Haus nach Nahrung.

Eine Familie in der Präfektur Iwate rief die Polizei, nachdem ein Bär ihr Haus durchsucht hatte. (Symbolbild); Foto: Juha Saastamoinen/stock.adobe.com

Wie DER SPIEGEL am 15. Juli 2026 berichtet, dürfte der Bär über eine Hintertür in das Haus in Shizukuishi gelangt sein. Spuren deuteten darauf hin, dass er die Küche anschließend auf demselben Weg wieder verlassen hat.

Vor dem Gebäude fand das Tier offenbar eine weitere Nahrungsquelle. Es durchsuchte eine Tonne mit Lebensmittelabfällen.

Weitere Vorfälle in der Umgebung

In Shizukuishi meldeten in den vergangenen Tagen mindestens vier weitere Haushalte ähnliche Bäreneinbrüche. Die Gemeinde liegt in der nördlichen Region Tohoku, wo Begegnungen mit Bären zuletzt zugenommen haben.

Seit 1. April wurden in Japan nach offiziellen Angaben mindestens fünf tödliche Bärenattacken registriert. Alle bekannten Fälle ereigneten sich in Tohoku.

Behörden setzen auf Vorsorge

Japanische Behörden reagieren mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen. In betroffenen Regionen werden Überwachungskameras installiert, Schulen üben Notfälle und Einsatzkräfte beobachten bekannte Gefahrenstellen.

Fachleute führen die Entwicklung unter anderem auf wachsende Bärenbestände, weniger Menschen in ländlichen Gebieten und Nahrungsknappheit in Wäldern zurück. In Japan leben Asiatische Schwarzbären und Braunbären.


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