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NIEDERÖSTERREICH. Eine Gruppe der Alpenvereinsjugend rückt dem invasiven Springkraut am Prochenberg zu Leibe. Die freiwilligen Helfer wollen die heimische Natur schützen.
 

Prochenberg (Foto: Niederösterreich Werbung/Sabine Wieser)
Prochenberg (Foto: Niederösterreich Werbung/Sabine Wieser)

Der 1.123 Meter hohe Prochenberg in den Ybbstaler Alpen ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Tourengeher. Doch die Naturidylle im Mostviertel steht unter Druck: Das eingeschleppte Drüsige Springkraut breitet sich immer weiter aus und verdrängt heimische Pflanzen. Von 12. bis 17. Juli kämpft eine Gruppe der Alpenvereinsjugend im Rahmen einer Umweltbaustelle gegen den hartnäckigen Eindringling.

Anpacken statt nur darüber reden

Eine Woche lang entfernen die jungen Freiwilligen das Springkraut händisch und leisten damit einen direkten Beitrag zum Naturschutz. Mit dabei ist auch Boris, der aus Russland zum Studium nach Österreich gekommen ist. „Ich wollte einfach etwas Gutes für dieses Land machen, weil dieses Land viel Gutes für mich getan hat“, erklärt er seine Motivation.

Unterstützt wird der praktische Einsatz durch Umweltreferent Jakob Kößl. In einem Vortrag informiert er die Teilnehmer über die invasive Pflanze und ihre Gefahren für die heimische Flora. Für Kößl ist klar: „Es braucht nicht nur Leute, die reden, sondern auch welche, die etwas machen.“

Tausende Samen fliegen meterweit

Auf den Prochenberg gelangte das Springkraut vermutlich im Zuge von Bauarbeiten an einer Forststraße. Seitdem breitet es sich aus und verdrängt zunehmend die ursprüngliche Vegetation. Ohne konsequente Bekämpfung droht das ökologische Gleichgewicht weiter zu kippen.

Ursprünglich stammt das Drüsige Springkraut aus dem Himalaya. Im 19. Jahrhundert wurde es als Garten- und Bienenpflanze nach England gebracht. Eine einzige Pflanze kann mehrere Tausend Samen produzieren. Ihre Kapseln platzen explosionsartig auf und schleudern die Samen bis zu sieben Meter weit. Genau deshalb braucht es am Prochenberg langen Atem – und viele helfende Hände.


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