9.000-Einwohner-Gemeinde erhält nach Urteil 90 Millionen Euro
OSTSTEINBEK/DEUTSCHLAND. Die Gemeinde nahe Hamburg hat nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs mehr als 90 Millionen Euro erhalten. Nach Abgaben an Kreis, Land und Bund sollen rund 30 Millionen Euro für Oststeinbek bleiben.

Wie t-online am 29. Juli 2026 berichtete, geht die Zahlung auf Gewerbesteuern eines Betreibers von Offshore Windparks zurück. Dessen Unternehmenssitz befand sich über Jahre in Oststeinbek.
Zuvor hatte Niedersachsen die Gewerbesteuer eingezogen, weil sich die Anlagen vor der Küste des Bundeslandes befinden. Der Bundesfinanzhof stellte jedoch klar, dass für die Steuerzuordnung der Sitz des Betreibers maßgeblich ist.
Geld soll zunächst gesichert werden
Die Gemeinde mit rund 9.000 Einwohnern will den unerwarteten Betrag vorerst nicht vollständig ausgeben. Bürgermeister Jürgen Hettwer plant, den Sparkurs fortzusetzen und den Haushalt langfristig zu stabilisieren.
Mögliche Investitionen betreffen laut Bericht unter anderem Straßen, die Feuerwehr und neue Bauflächen. Auch die Förderung von Kultur und Sport könnte dadurch abgesichert werden.
Spielplätze und Marktplatz im Blick
Aus der Bevölkerung kamen bereits Vorschläge für die Verwendung der Mittel. Genannt wurden attraktivere Spielplätze, eine Aufwertung des Marktplatzes und eine mögliche Umgehungsstraße.
Welche Projekte tatsächlich umgesetzt werden, muss die Gemeinde nun in den politischen Gremien entscheiden.


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