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ÖSTERREICH. Autourlaub in Österreich boomt. Neue Mobilitätsdaten zeigen, welche Regionen besonders gefragt sind – und warum Rundreisen immer beliebter werden.

Innsbruck Innenstadt mit dem Goldenen Dachl (Foto: Tom Leitner)
Innsbruck Innenstadt mit dem Goldenen Dachl (Foto: Tom Leitner)

Wer Österreich mit dem Auto erkundet, bleibt offenbar längst nicht mehr nur an einem Ort. Neue Mobilitätsdaten zeigen einen auffälligen Trend: Urlauber kombinieren mehrere Städte und Regionen miteinander – und machen Österreich damit zunehmend zum Rundreise-Land.

Wien lockt Gäste aus dem OstenBesonders deutlich zeigt sich, wie stark die Herkunft der Gäste ihre Route bestimmt. Reisende aus Polen, der Slowakei und Ungarn zieht es vor allem nach Wien. Bei polnischen Nutzern entfielen 57 Prozent der erfassten Parkvorgänge auf die Bundeshauptstadt, bei Slowaken waren es 46 Prozent, bei Ungarn 37 Prozent.

Ganz anders sieht das Bild bei Gästen aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden aus. Sie zieht es deutlich stärker Richtung Tirol und Vorarlberg. Nur rund fünf Prozent der deutschen Parkvorgänge wurden in Wien registriert.

Der Westen profitiert von Rundreisen

Spannend ist vor allem die Art, wie viele Gäste Österreich inzwischen bereisen. Statt nur ein Ziel anzusteuern, machen sie mehrere Stopps. Im Schnitt wurden 2,4 Städte innerhalb von 3,4 Tagen besucht.

Das spricht für kompakte Rundreisen, bei denen mehrere Orte miteinander kombiniert werden. Besonders Westösterreich scheint davon zu profitieren. Tirol und Vorarlberg tauchen in den Bewegungsmustern auffällig häufig als Etappen solcher Reisen auf.

In Wien kurz, im Westen deutlich länger

Auch beim Parkverhalten unterscheiden sich die Regionen deutlich. In Wien wurde im Schnitt 3,9-mal geparkt, jeweils ungefähr eine Stunde lang. Im Westen waren es durchschnittlich nur zwei Parkvorgänge – dafür dauerte ein Stopp rund zweieinhalb Stunden.

Das passt zum Reiseverhalten: Während Wien stärker von kurzen Wegen und mehreren Stationen geprägt ist, scheinen Gäste im Westen länger an einzelnen Ausflugszielen zu bleiben.

Österreich europaweit stark gefragt

Auffällig ist auch die Entwicklung der vergangenen Jahre. Die Zahl der grenzüberschreitenden Parkvorgänge hat sich gegenüber 2023 ungefähr vervierfacht. Österreich zählt damit 2026 innerhalb der ausgewerteten App-Daten zu den fünf europäischen Urlaubszielen mit den meisten Parkvorgängen ausländischer Nutzer.

Grundlage der Analyse sind mehr als 400.000 Parktransaktionen zwischen 1. Juni und 14. August 2026. Erfasst wurden bewirtschaftete öffentliche Parkflächen in rund 150 Städten, Gemeinden sowie an Seen und Ausflugszielen. Nicht enthalten sind Hotelgaragen, kostenlose Parkplätze, Zahlungen am Automaten oder Reisende ohne Auto.


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