Airbus A350F: Dieser neue Frachter soll die Luftfracht sparsamer machen
FRANKREICH. Airbus schickt seinen neuen A350F erstmals in die Luft. Der Frachter soll 111 Tonnen transportieren und deutlich weniger Treibstoff als Konkurrenzjets brauchen.

Vier Stunden und zehn Minuten in der Luft – für Airbus der Auftakt zu einem wichtigen Härtetest. Der erste A350F-Frachter hat seinen Jungfernflug erfolgreich absolviert und dabei eine Höhe von 25.000 Fuß, rund 7.620 Metern, erreicht.
Erstflug startet neunmonatigen Härtetest
Noch transportiert die Maschine mit der Seriennummer MSN 700 keine Waren rund um den Globus. An Bord befinden sich spezielle Messgeräte und eine fünfköpfige Testcrew. Beim Erstflug prüfte sie grundlegende Flugeigenschaften und die Funktion wichtiger Systeme.
Damit beginnt eine mehr als neunmonatige Flugtestkampagne. Ein zweiter Prototyp befindet sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium der Endmontage und soll in den kommenden Wochen in die Lackiererei rollen.
111 Tonnen auf Langstrecke
Die Leistungsdaten zeigen, welche Rolle Airbus dem neuen Frachter zugedacht hat: Bis zu 111 Tonnen Nutzlast und eine Reichweite von bis zu 8.700 Kilometern sollen internationale Langstreckeneinsätze ermöglichen.
Mehr als 70 Prozent der verwendeten Materialien zählt Airbus zu den fortschrittlichen Werkstoffen. Das maximale Startgewicht liegt nach Herstellerangaben um 46 Tonnen unter jenem von Konkurrenzmodellen. Für den Antrieb sorgen zwei Rolls-Royce-Triebwerke vom Typ Trent XWB-97.
Airbus verspricht deutlich weniger Verbrauch
Besonders beim Treibstoff will Airbus punkten: Gegenüber Konkurrenzmodellen mit vergleichbarer Nutzlast und Reichweite soll die A350F bis zu 40 Prozent weniger verbrauchen und entsprechend weniger CO₂ ausstoßen. Diese Werte nennt der Hersteller; die Flugtests stehen erst am Anfang.
„Dieser Erstflug ist ein bedeutender Meilenstein für die A350F und unsere Kunden weltweit“, erklärte Lars Wagner, CEO Commercial Aircraft bei Airbus.
115 Bestellungen vor dem Praxiseinsatz
Das Interesse ist bereits groß: Ende August 2026 lagen laut Airbus 115 Bestellungen von 14 Kunden vor. Den Marktanteil im Segment der großen Frachtflugzeuge beziffert der Konzern auf bis zu 59 Prozent. Nun muss der neue Frachter im Testprogramm zeigen, wie er sich in der Luft bewährt.








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