Amphibien ziehen ins Winterquartier: Vorsicht auf Österreichs Straßen
ÖSTERREICH. Im Herbst machen sich Frösche, Kröten und andere Amphibien auf den Weg in ihre Winterquartiere. Besonders in milden und feuchten Nächten können dabei Straßen zur tödlichen Gefahr werden. Autofahrer sollten deshalb vor allem bei Dunkelheit und Regen aufmerksam unterwegs sein.

Im September und Oktober ziehen erwachsene Amphibien und Jungtiere in geschützte Bereiche, in denen sie die kalten Monate verbringen. Als Winterquartiere dienen unter anderem Laubhaufen, Totholz, Hecken, Wälder und Verstecke im Erdreich.
Amphibien gehören zu den besonders gefährdeten Tiergruppen. In Österreich stehen sämtliche heimischen Amphibienarten auf der Roten Liste.
Straßen werden zur gefährlichen Barriere
Viele Arten müssen im Laufe des Jahres Straßen überqueren. Besonders betroffen sind Tiere mit großen Jahreslebensräumen und einer starken Bindung an ihre Laichplätze, darunter Grasfrosch, Erdkröte und Springfrosch.
Wie groß die Gefahr beim Überqueren einer Straße ist, hängt unter anderem von der Fahrbahnbreite, dem Verkehrsaufkommen und der Geschwindigkeit der Fahrzeuge ab. Auch die Zeit, die ein Tier auf der Fahrbahn verbringt, spielt eine Rolle.
Feuchte Herbstnächte fördern die Wanderung
Die große Amphibienwanderung zu den Laichgewässern findet zwar im Frühjahr statt, doch auch im Herbst sind zahlreiche Tiere unterwegs. Besonders milde und feuchte Nächte nutzen sie für den Weg zu ihren Winterquartieren.
Mit dem ersten Frost endet diese Wanderbewegung in der Regel abrupt. Die Amphibien ziehen sich dann zur Winterruhe in ihre geschützten Verstecke zurück.
Langsamer fahren kann Amphibien schützen
Im Herbst fällt die Wanderzeit häufig mit dem abendlichen Berufsverkehr zusammen, da es bereits früher dunkel wird. Hinweisschilder und Amphibienschutzzäune können Autofahrer auf Strecken aufmerksam machen, auf denen besonders viele Tiere unterwegs sind.
Vor allem bei Regen und Dunkelheit ist erhöhte Aufmerksamkeit wichtig. Eine deutlich reduzierte Geschwindigkeit kann das Risiko für die Tiere verringern. In betroffenen Bereichen wird eine Geschwindigkeit von möglichst unter 30 km/h empfohlen.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden