Kürzere Kältefenster: Planai baut Wasservorrat für Kunstschnee aus
SCHLADMING. Die Planai stockt ihren Wasservorrat für die Beschneiung massiv auf. Der vergrößerte Speicherteich soll helfen, immer kürzere Kältefenster besser zu nutzen.

Von 80.000 auf rund 200.000 Kubikmeter: Die Planai hat das Fassungsvermögen ihres Speicherteichs Bruckmoos auf das Zweieinhalbfache erhöht. Am 30. September wurde der größte Speicherteich des Skigebiets eröffnet. Gleichzeitig modernisierten die Bergbahnen Teile der Beschneiungsanlage.
Mehr Wasser für kurze Kältefenster
Hinter dem Ausbau steckt eine Herausforderung für den Skibetrieb: „Die Zeitfenster für die Beschneiung werden kürzer – umso wichtiger ist es, diese bestmöglich nutzen zu können“, erklärt Planai-Geschäftsführer Peter Weichbold.
Das zusätzliche Volumen soll ermöglichen, mehr Wasser bei ausreichender Verfügbarkeit zu speichern. Sobald die Bedingungen passen, steht es für die Beschneiung bereit. Die Bergbahnen wollen damit die Voraussetzungen für einen verlässlichen Winterbetrieb verbessern.
Baustelle unter Zeitdruck
Seit dem Frühjahr wurde am Teich gearbeitet. Der bestehende Speicher musste dafür zunächst abgebaut werden. Für Projektleiter Reinfried Prugger war es ein „Operieren am offenen Herzen“: Zum Beginn der Beschneiungsperiode muss die gesamte Infrastruktur wieder uneingeschränkt bereitstehen. Laut Prugger wurde der Zeitplan eingehalten.
Beim Ausbau fielen rund 120.000 Kubikmeter Aushub an. Das Material wurde für die Dammkrone und Anpassungen der umliegenden Pisten wiederverwendet. Im Teich liegen 32.000 Quadratmeter Folie, die Wasserfläche beträgt 25.000 Quadratmeter.








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