Diese Tirolerin macht aus Seilbahnstützen riesige Kunstwerke
ÖSTERREICH. Freihängend am Seil, umgeben von Fels und Eis. Hannah Philomena Scheiber hat zwei Seilbahnstützen in den Tiroler Gletscherregionen in riesige Kunstwerke verwandelt.

Auf 3.440 Metern Höhe wird das Atelier zum Arbeitsplatz für Schwindelfreie: Die Tiroler Künstlerin Hannah Philomena Scheiber arbeitete monatelang am Seil, um Stützen der Wildspitzbahn am Pitztaler Gletscher und der Karlesjochbahn am Kaunertaler Gletscher künstlerisch zu gestalten. Wind, Kälte und Wetterwechsel machten die Arbeit hoch über dem Tal zur besonderen Herausforderung.
Wenn die Seilbahnstütze zur Leinwand wird
Statt im geschützten Atelier arbeitete Scheiber direkt auf Stahl und Beton. Die gewaltigen Stützen der beiden Gletscherbahnen wurden dabei selbst zu Bildträgern. Hinter dem ungewöhnlichen Projekt steckt ein ernstes Thema: Seit rund 15 Jahren beschäftigt sich die 1991 geborene Künstlerin mit Natur, alpiner Landschaft und deren Veränderung.
Am Gletscher wird dieser Wandel besonders sichtbar. „Wo die Natur ihre Spuren hinterlässt, setzt diese künstlerische Intervention ein Zeichen, zwischen Vergänglichkeit und Ewigkeit“, erklärt Scheiber.
Kunst auf Österreichs höchster Seilbahn
Das Projekt beschränkt sich nicht auf die Stützen. Auch in der Bergstation der Wildspitzbahn auf 3.440 Metern sind Arbeiten Scheibers zu sehen. Die Bahn gilt als höchstgelegene Seilbahn Österreichs.
„Kunst kann unseren Blick verändern. Gerade am Gletscher treffen Natur und menschliche Gestaltung unmittelbar aufeinander“, sagt Beate Rubatscher-Larcher, Geschäftsführerin der Pitztaler Gletscherbahn.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden