Tragödie in der Steiermark: Deutsches Ehepaar tot aufgefunden
LANDL/STEIERMARK. In Landl im Bezirk Liezen wurden ein Mann und eine Frau aus Deutschland leblos in ihrem Wohnhaus entdeckt. Eine Bekannte wurde skeptisch, nachdem das Paar längere Zeit nicht mehr gesehen worden war.

Die Ermittler gehen von einer Kohlenmonoxidvergiftung aus. Warum ein Notstromaggregat im Haus lief, ist noch unklar.
Trafikantin wurde misstrauisch
Der tragische Vorfall beschäftigt die Gemeinde Landl in der Obersteiermark. Das deutsche Ehepaar dürfte bereits am 1. Oktober ums Leben gekommen sein. Aufmerksam wurde eine Trafikantin, weil sie die beiden über mehrere Tage hinweg nicht mehr gesehen hatte. Daraufhin wurde die Polizei verständigt. Als die Einsatzkräfte beim Wohnhaus eintrafen, bemerkten sie einen ungewöhnlichen Geruch. Die Feuerwehr musste schließlich die Eingangstür gewaltsam öffnen. Für den Mann und die Frau kam jede Hilfe zu spät. Die beiden Verstorbenen dürften zwischen 50 und 60 Jahre alt gewesen sein. Nach Angaben des Bürgermeisters lebte das Ehepaar seit 2018 in der Gemeinde.
Kohlenmonoxidvergiftung als Todesursache
Nach ersten Erkenntnissen dürfte das Paar an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben sein. Ein vorläufiger Obduktionsbericht deutet auf diese Todesursache hin. Die endgültigen Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung stehen jedoch noch aus.
Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchloses Gas, das bei einer unvollständigen Verbrennung entstehen kann. Es ist besonders gefährlich, weil es ohne geeignete Messgeräte nicht zuverlässig wahrgenommen werden kann.
Rätsel um laufendes Notstromaggregat
Rätsel gibt derzeit noch ein Notstromaggregat auf, das sich zum Zeitpunkt des Auffindens im Haus in Betrieb befunden haben soll. Das Gebäude war Berichten zufolge regulär an das Stromnetz angeschlossen. Weshalb das Gerät dennoch eingeschaltet war, ist bislang ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft Leoben hat weitere Untersuchungen veranlasst, um die genauen Umstände des Todes zu klären. Die Ermittlungen dauern an.







