Wandern im Herbst: Das gehört in die Rucksackapotheke
ÖSTERREICH. Blasen oder kleine Verletzungen können eine Wanderung schnell vermiesen. Ein Apotheker und Bergführer erklärt, welche Erste-Hilfe-Ausrüstung in den Rucksack gehört und worauf es bei Herbsttouren ankommt.

Die Schuhe drücken, an der Ferse bildet sich eine Blase – und bis zum Ziel sind es noch einige Kilometer. Für solche Situationen fehlt vielen Wanderern die passende Ausrüstung. Das beobachtet Patrik Muigg, Apotheker aus Imst in Tirol und nebenberuflich staatlich geprüfter Berg- und Schiführer, bei seinen Touren mit Gruppen.
Eine kleine, gut zusammengestellte Rucksackapotheke gehört für ihn deshalb zur Grundausstattung am Berg.
Von Blasenpflastern bis zur Rettungsfolie
Muigg empfiehlt sterile Wundauflagen, Mullbinden, Pflaster, Blasenpflaster und Tape. Dazu kommen Desinfektionsmittel, bevorzugt als Spray, eine Schere, Sicherheitsnadeln und eine Pinzette zum Entfernen von Fremdkörpern. Auch ein Dreieckstuch, Einmalhandschuhe und eine Alu-Rettungsfolie sollten mit.
Sonnenschutz bleibt ebenfalls ein Thema: Wer auf hohen Bergen unterwegs ist, sollte laut dem Apotheker auch im Herbst daran denken.
Regelmäßig trinken – auch bei kühlem Wetter
Beim Wandern verliert der Körper durch Schwitzen Flüssigkeit. Ausreichendes und regelmäßiges Trinken ist daher auch an kühleren Tagen wichtig.
Längere körperliche Anstrengung und starkes Schwitzen beeinflussen außerdem den Magnesium- und Kaliumhaushalt. „Diese beiden Mineralstoffe sind besonders wichtig für Herz, Muskeln und Nerven“, erklärt Muigg. Bei Ausdauersport wie Wandern sollte deshalb auf eine ausreichende Zufuhr geachtet werden.
Wetter prüfen und die eigenen Grenzen kennen
Neben der Rucksackapotheke zählt der Bergführer einen kleinen, leichten Biwaksack, ein aufgeladenes Mobiltelefon und eine Stirnlampe zur Standardnotfallausrüstung.
Entscheidend ist außerdem die Vorbereitung: Die Route sollte zur eigenen Leistungsfähigkeit passen, das Schuhwerk geeignet sein und die aktuelle Wetterprognose in die Planung einfließen. Eine gute Tourenplanung kann das Risiko für einen Unfall oder Notfall bereits im Vorhinein reduzieren.








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