Tragödie vor laufender Kamera: Kreuz erschlägt Pfarrer bei Messe
ECUADOR. Ein Gottesdienst in Ecuador endete am Samstag tödlich. Ein schweres Holzkreuz löste sich von der Wand und traf einen 52-jährigen Pfarrer am Kopf. Die Tragödie wurde live im Internet übertragen.

Ein tragischer Unfall erschüttert die katholische Kirche in Ecuador: Am Samstagabend, 17. Oktober 2026, wurde der 52-jährige Pfarrer Patricio Alfredo Sánchez Molinari während eines Gottesdienstes in der Stadt Guayaquil von einem herabstürzenden Kruzifix tödlich getroffen. Der Geistliche stand am Altar der Kirche Nuestra Señora del Perpetuo Socorro, als das große Holzkreuz hinter ihm plötzlich nach vorne kippte.
Kreuz trifft Pfarrer mitten im Gottesdienst
Der dramatische Moment ereignete sich rund 27 Minuten nach Beginn der Messe, die über Facebook live übertragen wurde. Während der Fürbitten löste sich das schwere Kreuz von der Wand und traf den ahnungslosen Geistlichen am Kopf. Der Pfarrer brach hinter dem Altar zusammen.
Unter den Gottesdienstbesuchern brach Entsetzen aus. Mehrere Gläubige eilten dem Verletzten zu und alarmierten die Rettungskräfte. Doch für den 52-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Er starb kurze Zeit nach dem Unglück. Die Aufnahmen des Vorfalls verbreiteten sich anschließend in den sozialen Netzwerken.
Kurz vor seinem Tod sprach er über die Vergänglichkeit
Besonders tragisch: In seiner letzten Predigt hatte Sánchez Molinari über die Endlichkeit des Lebens gesprochen. Er erinnerte die Gläubigen daran, wie wichtig es sei, Zeit mit Gott und der eigenen Familie zu verbringen, anstatt sich ausschließlich auf Arbeit und materielle Dinge zu konzentrieren.
Der aus der Stadt Cuenca stammende Geistliche gehörte dem katholischen Redemptoristenorden an. Erst zwei Tage vor seinem Tod hatte er sein 21-jähriges Priesterjubiläum begangen.
Warum das Kreuz herunterfiel, ist noch unklar
Das Erzbistum Guayaquil bestätigte den Tod des Geistlichen und sprach seiner Familie sowie der Ordensgemeinschaft sein Mitgefühl aus. Warum sich das schwere Holzkreuz von seiner Befestigung lösen konnte, ist bislang nicht geklärt. Die zuständigen Behörden sollen die genauen Umstände untersuchen.
Am Sonntag versammelten sich zahlreiche Gläubige zu einem Abschiedsgottesdienst in jener Kirche, in der sich das Unglück ereignet hatte. Am Montag wurde der Leichnam des Pfarrers in seine Heimatstadt Cuenca überführt. Dort ist die Beisetzung für Dienstag, den 20. Oktober, vorgesehen.








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