Großbrand am Kehlsteinhaus: Verdächtiger festgenommen
BAYERN. Flammen am Obersalzberg: Das weltbekannte Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden ist von einem Großbrand erfasst worden. Rund 200 Einsatzkräfte kämpften gegen das Feuer. Die Polizei nahm eine verdächtige Person fest.

Ein verheerender Großbrand hat eines der bekanntesten Ausflugsziele im Berchtesgadener Land erfasst. Am Freitagabend, 23. Oktober 2026, brach im historischen Kehlsteinhaus auf 1.834 Metern Höhe ein Feuer aus. Die Flammen waren bis ins Tal zu sehen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung.
Rund 200 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen
Gegen 21.15 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte um 21.52 Uhr am Kehlsteinhaus eintrafen, stand das Gebäude bereits in Flammen.
Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. Die steile Zufahrt und die exponierte Lage auf dem Berg erschwerten den Einsatz der Löschfahrzeuge erheblich. Zudem konnten die Feuerwehrleute das Gebäude und dessen unmittelbare Umgebung nur mit schwerem Atemschutz betreten.
Rund 200 Einsatzkräfte, darunter Feuerwehrleute aus sechs Gemeinden, waren im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich zum Zeitpunkt des Brandes niemand im Gebäude. Von Verletzten geht die Polizei derzeit nicht aus.
Verdächtige Person nach Großbrand festgenommen
Kurz nach Ausbruch des Feuers nahm die Polizei eine verdächtige Person vorläufig fest. Medienberichten zufolge soll es sich um einen Motorradfahrer handeln, der den Einsatzkräften auf dem Weg zum Kehlsteinhaus entgegenkam.
Ob der Festgenommene tatsächlich etwas mit dem Brand zu tun hat, ist bislang ungeklärt. Die Kriminalpolizei Traunstein hat unter Leitung der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Auch die genaue Brandursache steht noch nicht fest.
Historisches Gebäude aus der NS-Zeit
Das Kehlsteinhaus wurde 1938 als Repräsentationsgebäude für die nationalsozialistische Führung errichtet. Adolf Hitler nutzte es allerdings nur selten. Seit 1952 wird das Gebäude als Berggaststätte betrieben und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region.
Eigentlich sollte das Kehlsteinhaus noch bis zum 8. November für Besucher geöffnet bleiben. Wie schwer das historische Gebäude durch das Feuer beschädigt wurde und ob es erhalten werden kann, ist derzeit noch unklar.








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