„Willkommen in Ohlsdorf“: Aus Plattform wurde Verein
OHLSDORF. Aus der Plattform „Willkommen in Ohlsdorf“ hat sich ein Verein konstituiert. Die 90 Mitglieder setzen sich für die im Containerdorf lebenden Flüchtlinge ein.

Die Gründung der Plattform erfolgte, als im vergangenen August ein Containerdorf für rund 100 Asylwerber eingerichtet wurde. Mit verschiedenen Angeboten – vom Deutschkurs über eine Kreativgruppe bis hin zur Kinderbetreuung – will man Kontakt zu den Menschen herstellen und ihnen die Integration erleichtern, erklärt Claudia Gebesmair, die neu gewählte stellvertretende Obfrau von „Willkommen in Ohlsdorf. Mit der Vereinsgründung wollen die Initiatoren die Hilfe auf neue Beine stellen.
Flüchtlinge wollen nach Ohlsdorf zurück
Neben der Wahl des Vorstandes stand bei der ersten Mitgliederversammlung noch ein weiterer Punkt auf dem Programm: Sieben Familien von Asylwerbern, die aus Ohlsdorf nach Korneuburg übersiedelt wurden, baten darum, wieder nach Ohlsdorf zu dürfen – auch, weil sich hier bereits Freundschaften gebildet haben. „Derzeit ist das nicht möglich, weil sie noch nicht im Asylverfahren sind – obwohl sie schon fast ein halbes Jahr in Österreich sind“, erklärt Gebesmair. Eine Arbeitsgruppe setze sich jedoch bereits mit der Frage auseinander und bemühe sich um Unterkünfte.
Benefiz-Lesung
Heimatdichterin Ilse Priglinger liest am Freitag, 29. Jänner, um 19 Uhr im Dorf.Treff (ehem. Altenheim) zugunsten des Vereins. Als kleine Stärkung gibt es orientalische Köstlichkeiten, die mit den Flüchtlingen zubereitet werden. Eintritt: freiwillige Spenden. Wer helfen will, findet auf www.willkommen-in-ohlsdorf-.at alle Informationen.


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