Jugendlicher wegen Androhung von Amoklauf in Ohlsdorf angeklagt
OHLSDORF. Nach Drohungen gegenüber Schülern und Lehrern an der NMS Ohlsdorf war Anfang Juli ein 15-jähriger Jugendlicher festgenommen worden. Offenbar hatte der Bursch, der früher selbst die NMS besuchte, mehreren Zeugen gegenüber einen Amoklauf angekündigt. Jetzt wurde Anklage wegen mehrerer Delikte erhoben.

Die Staatsanwaltschaft Wels verkündete in der Vorwoche, dass beim Landgericht wegen zweier gefährlicher Drohungen mit dem Tode, zweier Verbrechen nach dem Verbotsgesetz und mehrerer Vergehen hinsichtlich kinderpornografischer Darstellungen Anklage erhoben wurde. Weiters wurde die Konfiskation der Computer beantragt.
Maximales Strafmaß fünf Jahre
Da es sich beim Angeklagten um einen Jugendlichen handelt, sind die gegenständlichen Delikte mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bedroht. Zudem beantragte die Staatsanwaltschaft die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. „Zumal der psychiatrische Sachverständige zwar die Zurechnungsfähigkeit zu den Tatzeitpunkten bejahte, jedoch aufgrund der festgestellten Beeinträchtigungen eine der genannten Bestimmung entsprechende Gefährlichkeit attestierte“, so Christian Hubmer, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Wels.
Momentan in „vorläufiger Anhaltung“
Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest. Der Angeklagte befindet sich aktuell „in vorläufiger Anhaltung“ im Neuromed Campus Linz. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden
29.08.2017 15:15
Wasseranschlusszwang
Absurd. Warum muss ein Gesetz vom Jahre 1956 jetzt eingehalten bzw. verpflichtend gemacht werden, wenn eigenes Wasser in guter Qualität vorhanden ist? Wo bleibt das Selbstbestimmungsrecht? Die eigene Wasserversorgung kostete und kostet Geld und soll jetzt nicht mehr verwendet werden dürfen. Die Ausnahmeregelungen sind wieder nur Bürokratie.